Bruckmühl: Gemälde von Katharina von Werz und Hedwig Eberle

Neue Ausstellung in der Galerie bis 24. Oktober - Vernissage am Sonntag um 11 Uhr

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Bruckmühl – Die Galerie Markt Bruckmühl zeigt in ihrer neuen Ausstellung ab 9. September Malerei von Katharina von Werz und Hedwig Eberle. Die Arbeiten sind bis zum 24. Oktober zu sehen, am Sonntag um 11 uhr ist die Vernissage. Eine Einführung in die Werke gibt’s von Dr. Elmar Zorn.

Katharina von Werz, Jahrgang 1940, studierte Malerei und Grafik an der Akademie für das Grafische Gewerbe München und an der École des beaux-arts in Genf. Ihre Arbeiten sind seit rund fünf Jahrzehnten in Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Sie lebt und arbeitet in München. „Bewegungsströme bildnerischer Phantasie“ hat Michael Semff, fast 15 Jahre Direktor der Staatlichen Grafischen Sammlung München, seinen Beitrag über die Arbeiten von Katharina von Werz im Ausstellungskatalog ihrer Ausstellung in der Rathausgalerie in München 2004 betitelt. Und er fährt fort: „Die Sujets dieser Malerin sind nur ein äußerer Vorwand, Bilder zu schaffen, in denen der Gegenstand oszilliert, indem er auftaucht und zugleich wieder im magischen Strudel der Farb- und Strichsetzung verschwindet. Es herrscht ein permanenter Austausch zwischen Erscheinung und Verflüchtigung, eine zuweilen extreme Spannung, den Gegenstand zu halten und ihn gleichzeitig wieder in die Offenheit zu entlassen. Nichts ist erzählerisch an dieser Malerei. Flüchtigen Szenerien werden in einen Zustand gebracht, den rein malerische Gesetze beherrschen. Oftmals in Serien entstehen die Bilder und Zeichnungen von Katharina von Werz, aber sie verfolgen kein Konzept. Jedes Werk ist individuell und in sich geschlossen.“ Die von Semff so anschaulich dargestellten Spannungsbögen in den Arbeiten von Katharina von Werz ziehen den Betrachter in ein Gefüge aus Malerei und Empfindung, über das Sehen hinaus in eine Bildsprache, die sich erspüren lässt.

Hedwig Eberle, Jahrgang 1977, studierte Malerei an der Universität der Künste, Berlin, an der University of Illinois in Chicago sowie von 2001 – 2006 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München und schloss als Meisterschülerin bei Sean Scully ab. Seit rund zwanzig Jahren werden ihre Arbeiten in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Sie lebt und arbeitet in der Nähe von Murnau. Die Bilder und Zeichnungen, die von ihr in der Ausstellung gezeigt werden, entstanden in den letzten acht Jahren und geben einen umfassenden Einblick in das Werk von Hedwig Eberle, dessen hervorstechendes Merkmal der Zusammenprall von Abstraktion und Figuration ist. Je länger man die Werke betrachtet, desto stärker entzieht sich das Erscheinende dem Betrachter, das nicht mehr ist als eine Vielzahl einzelner Gesten, die Hedwig Eberle auf dem Blatt, beziehungsweise auf der Leinwand zu vereinen und zu verbinden sucht. Ihre Malerei gleicht einer Wanderung zwischen üppigen und gestisch ausgeführten Pinselstrichen, Flächen, die mit stark verdünnter flüssiger Ölfarbe gemalt sind und feinen zeichnerischen Partien. Der dabei entstehende Konflikt zwischen Zeigen und Verbergen, zwischen Entdeckung und Entzug erweitert nicht nur die Möglichkeiten der Erscheinungsformen, sondern bestimmt das Spannungsfeld ihrer Bilder. So entsteht für den Betrachter ein sich immer wieder erneuerndes Seherlebnis.

Zudem bestehen die Bildfelder der Papierarbeiten nicht aus einem Stück, sondern setzen sich aus mehreren, aneinander geklebten Einzelblättern zusammen. Das flüssige Aquarell läuft in die Zwischenräume und setzt sich in den Fugen ab, worauf sich das Papier wölbt und nach dem Trocknen eine rasterförmige Struktur ausbildet. Durch dieses Raster erhalten die Papierarbeiten eine unterschwellige geometrische Ordnung, die dem aufbrausenden Rausch der Farbe zugrunde liegt wie das Notationssystem mit seinen Höhen und Tiefen, Zäsuren und Intervallen der Musik. Hedwig Eberle vereint diesen ordnenden Halt mit ihren gestischen Ausbrüchen. Ruhe und Bewegung fallen in eins. Das straffe Lineargerüst und der lockere Gestus steigern sich wechselseitig.

Öffnungszeiten: Mittwoch jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr

 

 

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