Coffee to go – aber nachhhaltig bitte!

Einführung des ReCup-Mehrwegbechers in Bruckmühl

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Bruckmühl – Das Pfandsystem, das den Coffee-to-go-Markt aufmischt: Der ReCup-Becher wurde 2016 von zwei jungen Rosenheimern ins Leben gerufen, um die Abfallmenge durch Einwegbecher zu reduzieren. Mittlerweile deutschlandweit bekannt, gibt’s den umweltfreundlichen Becher seit gestern auch in der Marktgemeinde.

Pro Jahr werfen die Deutschen fast drei Milliarden Coffee-to-go-Becher in den Müll. Das sind rund 7,6 Millionen am Tag und 320.000 in der Stunde. Für die Herstellung werden mehrere zehntausend Tonnen Holz und Kunststoff benötigt sowie Milliarden Liter Wasser. Mit der Energiemenge, die bei der Produktion anfällt, könnte man eine Kleinstadt ein ganzes Jahr versorgen. Diese Zahlen stammen von der Deutschen Umwelthilfe.

Nachgedacht, was man daran ändern könnte, haben sicherlich einige – eine sinnvolle Umsetzung stammt von Fabian Eckert und Florian Pachaly, die das Pfandsystem 2016 in Rosenheim eingeführt haben. Die ReCup-Becher sind recycelbar und bis zu 500 Mal einsatzfähig.

Seit gestern gibt es die nachhaltigen Kaffeebecher nun auch in Bruckmühl. Bürgermeister Richard Richter und die Umweltreferentin der Gemeinde, Monika Kuchler, verteilten an der Eisdiele im Ortszentrum 100 Becher, um sie in den Umlauf zu bringen. Seitdem sind die ReCups auch in den teilnehmenden Geschäften erhätlich: In Brückmühl sind das die Bäckerei Anders, der Rewe und der Gewerbepark Heufeldmühle sowie die Bio-Metzgerei Kaltner in Heufeld und die OMV-Tankstelle. Nach Angaben der Verantwortlichen können sich jederzeit weitere Betriebe beteiligen.

Wie funktioniert das Pfandsystem? Wer sich einen Kaffee kauft, zahlt den Preis seines Getränks plus einen Euro Pfand für den Becher. Diesen kann man anschließend bei allen ReCup-Partnern (deutschlandweit) abgeben und man erhält den Pfand zurück. Die Becher werden dann vor Ort gereinigt und wieder in den Umlauf gebracht. Ein Service für Kaffeegenießer: Es gibt eine App (für iOs und Android) mit einem Verzeichnis der teilnehmenden Betriebe. Rund 1500 Standorte gibt es schon, darunter auch große, namhafte Firmen wie Dallmayr oder Käfer.

Den ReCup-Becher gibt es in zwei Größen. Er wurde gemeinsam mit Baristas und einem der führenden deutschen Becherproduzenten entworfen. Das Design ist so gewählt, dass Städte und Kommunen individuelle Editionen umsetzen können. Es gibt bereits einen Wasserburg- und Rosenheim-Becher. Ein spezieller fürs Mangfalltal ist denkbar, dafür braucht man allerdings 25 teilnehmende Betriebe.

Mehr Informationen über die ReCup-Bewegung und die Funktionsweise des Pfandsystems gibt es unter www.recup.de. Cafébesitzer, Bäckereien, Tankstellen, Kantinen usw., die Interesse an einer Teilnahme haben, können sich direkt auf der Website anmelden. Mit der ersten Bestellgung wird man als neuer ReCup-Partner in der App hinterlegt und erhält außerdem Flyer und Aufkleber.

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Ein Gedanke zu „Coffee to go – aber nachhhaltig bitte!

  1. Eine ökologisch sinnvolle und wichtige Initiative – erfreulicherweise jetzt auch in Bruckmühl!

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