Au: Ein Heim für Alle

Neues Sportheim präsentierte sich am Sonntag beim Tag der offenen Tür

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Au – Frage: Was geht, wenn ein Verein und eine Ortsgemeinschaft zusammenhalten, auch in schwierigen Zeiten? Antwort: Fast alles. Zumindest ein Sportheim. Nach langer Anlauf- und Bauzeit können die Verantwortlichen des ASV Au nun stolz verkünden, dass das neue Sportheim am Kreuthweg nun endlich (fast) fertig ist und ein neuer Anlaufpunkt für viele Bürger der Gemeinde sein soll. Am gestrigen Tag der offenen Tür präsentierte der Verein das Gebäude allen Interessierten, die sich entweder auf eigene Faust oder unter sachkundiger Führung auf Exkursion durch den Neubau begeben konnten.

Dass es während der gesamten Entstehungsphase erhebliche Schwierigkeiten – vor allem finanzieller Art – gab, ist bekannt und wird auch in der Beschreibung seitens des Vereins nicht verschwiegen. Denn nachdem im Jahr 2016 endlich mit dem Bauen losgelegt werden konnte, wurde den Verantwortlichen schnell klar, dass die Baukosten vin letztendlich 700.000 Euro nur schwer zu stemmen sein werden. Obwohl es von der Gemeinde 200.000 Euro und als „Leader“-Zuschuss 192.000 Euro gab, mussten schließlich von Vereinsseite noch über 300.000 Euro aufgebracht werden, damit das Sportheim vollendet werden konnte.

Keine leichte Aufgabe. Doch Eigenkapital von Vereinsseite, Hilfe anderer ortsansäßiger Vereine, Unterstützung von Betrieben, eine Baustein-Spendenaktion sowie unzählige kostenlose Arbeitsstunden von Vereinsmitgliedern und Bürgern wirkten schließlich zusammen, um das Projekt zu seinem Ende zu bringen.

Und nun steht es da, das Sportheim und soll beileibe nicht nur für den ASV Au zur Verfügung stehen. Neben VHS-Kursen, die im Gebäude abgehalten werden sollen, sind auch Projekte geplant, bei denen Menschen mit Behinderung und Senioren hier ein bedarfsgerechtes Angebot an Aktivitäten finden sollen. Von Anfang an wurde hier auf Barrierefreiheit geachtet, denn angesichts der demografischen Entwicklung will der ASV Au nicht nur Angebote im Jugendbereich schaffen, sondern auch die älteren Mitbürger in seinen Programmen noch stärker miteinbeziehen. Und jeder Besucher konnte am Tag der offenen Tür spüren: Hier gibt’s keine leeren Versprechungen, sondern gelebte Ortsgemeinschaft. Eben ein Heim für Alle.

 

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