Oberbayern: Wenig Einsicht der Autofahrer

Handy-Kontrollaktion „sicher.mobil.leben – Ablenkung im Blick!“ hatte 173 Anzeigen zur Folge

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Südliches Oberbayern – Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat sich an der gestrigen bundesweiten Aktion „sicher.mobil.leben – Ablenkung im Blick!“ beteiligt. 173 Fahrzeugführer wurden wegen der Nutzung von Mobilgeräten während der Fahrt angezeigt. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass auch künftig verstärkte Kontrollen und  eine konsequente Ahndung nötig sind.

Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd führten am Donnerstag, 20. September 2018 an über 120 Örtlichkeiten Kontrollen in Hinblick auf die Ablenkung im Straßenverkehr durch. Insgesamt wurden bei den Kontrollen über 2281 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei mussten 579 Verkehrsteilnehmer angezeigt werden, 173 davon, weil sie ihr Smartphone verbotswidrig während der Fahrt nutzten. Dies zeigt, wie normal es bereits geworden ist, ein Handy während der Fahrt zu bedienen. Trotz angekündigter Kontrollen konnten sie nicht auf die Nutzung ihrer Mobilgeräte während der Fahrt verzichten konnten. Wer beispielsweise mit einem Smartphone am Steuer erwischt wird, muss als Autofahrer mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt rechnen. Sollte es zu einer konkreten Gefährdung gekommen sein, erhöht sich das Bußgeld auf 150 Euro. Dazu kommen zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot.

Drei Verkehrsteilnehmer fielen besonders negativ auf, da sie keinerlei Verständnis für das ihnen vorgeworfene Fehlverhalten zeigten. Sie wurden deshalb zum Verkehrsunterricht vorgeladen. Im Fokus der Beamten standen aber nicht nur die Handys, auch andere Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer und Ablenkungsmittel wie Navis und die Bedienung der Multimediaeinrichtungen generell wurden angesprochen. Zudem wurden  drei Verstöße gegen § 24 a StVG, Trunkenheit im Verkehr, festgestellt und ein Pkw-Fahrer angehalten, der auf der Autobahn rückwärtsgefahren ist. Der Mann hatte die Ausfahrt verpasst.

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