Rosenheim: Aktion gegen Pflegenotstand

„48 Stunden für die Pflege" - Foto-Aktion, Infostände, Unterschriftensammlungen am Samstag auf dem Max-Josefs-Platz

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Rosenheim – Die Initiative zum Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern” ruft zu der Aktion „48 Stunden für die Pflege“ auf. Daher gibt’s morgen um 14.30 Uhr auf dem Max-Josefs-Platz eine Foto-Aktion, bei der sich Pflegekräfte aus Rosenheim und dem Landkreis sowie die unterstützenden Organisationen des Volksbegehrens in der Region für ein gemeinsames Protest-Foto aufstellen. Bereits ab 10 Uhr werden an einem Infostand Unterschriften gesammelt. Im Anschluss werden sich die Teilnehmerinnen der Fotoaktionen auch an der angekündigten Pflegeaktion um 15 Uhr vor dem Karstadt beteiligen.

In den bayerischen Kliniken fehlen mindestens 12.000 Pflegekräfte. In unserem Regierungsbezirk sind Oberbayern 4600 um eine gute und sichere Patientenversorgung zu gewährleisten.

„Wir stellen keine Forderung an die Politik, sondern werden selber aktiv, um ein Gesetz durchzusetzen, mit dem der Pflegenotstand zurückgedrängt wird“, sagt Win Windisch, ver.di Sekretär und aktiv im Koordinationskreis des Volksbegehrens in Oberbayern. Windisch weiter: „Wir brauchen dringend eine Verbesserung und eine echte Kehrtwende in der Personalausstattung in unseren Krankenhäusern, darauf wollen wir mit dem Aktionstag aufmerksam machen. Gemeinsam möchten wir ein Zeichen gegen die fortschreitende Kommerzialisierung der Gesundheit und den Pflegenotstand setzen.“

Auch die neuesten Zahlen des DGB-Index „Gute Arbeit” belegen, dass im Pflegesektor enorme Defizite herrschen: Mehr als 80 Prozent der befragten Pflegekräfte gaben an, dass sie sich bei der Arbeit gehetzt fühlten. 78 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, ihren Beruf bis zur Rente auszuüben. Zum Vergleich: Der Durchschnitt bei allen Beschäftigtengruppen liegt bei 52 Prozent.

Für das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern”  wurden seit Ende Juli bereits über 20.000 Unterschriften gesammelt. Beteiligt sind u.a. die Gewerkschaft ver.di, DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS’90/Die Grünen, die Katholische Arbeiternehmer-Bewegung und weitere Organisationen.

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