Bruckmühl braucht den Freistaat Bayern als Partner

Schulen, Post und Verkehr im Brennpunkt: Ortsbegehung der SPD-Landtagskandidatin Alexandra Burgmaier

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Bruckmühl – Die Marktgemeinde steht vor großen Herausforderungen, wie Burgmaier bei ihrer Ortsbegehung in Begleitung von 1. Bürgermeister Richard Richter sehen konnte. Ursprünglich ein kleiner Marktflecken, heute ein dynamischer Ort im Einzug der Metropolregion München: nicht nur das umfassende Angebot an Schulen in Bruckmühl ist Beweis für diese im westlichen Landkreis typische Ortsentwicklung. Diese stellt die Kommunen vor große Herausforderungen, auch in Bruckmühl schilderten die Kommunalpolitiker die typischen Probleme.

Der Ortsrundgang begann an der Realschule neben den „Containerklassen“: trotz des gerade fertig gestellten neuen Anbaus der Realschule, werden diese weiterhin benötigt. Der Zuspruch, den die Bruckmühler Realschule genießt, ist enorm. Auch auf die Schwierigkeiten, die die Gemeinde bei der Herauslösung aus einem Mittelschulverbund und der Etablierung einer eigenen Mittelschule, trotz des offensichtlichen Bedarfes, zu überwinden hatte, wurde hingewiesen. Für Burgmaier ein weiterer Beleg, dass die bayerische Schulpolitik hier kein klares Konzept und keine Linie hat. „Ortsentwicklungen wie in Bruckmühl und daraus folgende steigende Schülerzahlen sind doch keine Überraschung. Es kann nicht sein, dass die Kommunen vor Ort und damit Eltern und Schüler solche Probleme haben, weil die Landespolitik keinen Plan hat“, stellte die Landtagskandidatin fest.

Weiter ging es zur Post: bislang ist es gelungen die Schließung der Postfiliale im Ort zu verhindern. Anhaltende Bestrebungen der Post, diese für die Bürger wichtigen Einrichtungen aufzulösen, ließen aber leider befürchten, dass der weitere Betrieb in Zukunft fraglich ist, äußerte sich Bürgermeister Richter besorgt.
Auch mit Verkehrsproblemen unterschiedlichster Art hat Bruckmühl zu kämpfen. Der ausbaubedürftige Bahnhof war eine weitere Station, ebenso wie die Baustelle des Brückenneubaus über die Mangfall. Auf deren planmäßige Eröffnung im November werden große Hoffnungen gesetzt. „Wieder einmal sehe ich: Wir brauchen ein landkreisweites zukunftsfähiges Verkehrskonzept!“, sagt Burgmaier. „Unsere Bahnhöfe müssen modern und leistungsfähig sein und die Verkehrsströme durch intelligenten öffentlichen Nahverkehr entlastet werden!“ Sonst werde die Lebensqualität in unserer Region immer mehr leiden.

Die Bedeutung einer lebendigen Ortsmitte wurde von der Gruppe abschließend beim Besuch der Eisdiele in Augenschein genommen. Weitere große Herausforderungen kommen auf Bruckmühl in den nächsten Jahren vor allem im sozialen Wohnungsbau, der Verbesserung der innerörtlichen Verkehrssituation und der Entwicklung des Ortskerns zu. Die Gemeinde sei bereit, selbst anzupacken, hoffe aber auch auf die Unterstützung der Landespolitik, bemerkten die örtlichen Politiker. Dem schloss sich Alexandra Burgmaier an: ohne diese Unterstützung werde es nicht gehen. Ihre Forderung: „der Freistaat Bayern muss sich endlich zu einem echten Partner der Kommunen entwickeln, und zwar auf Augenhöhe!“

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