Bad Aibling: Lehrgeld bezahlt

Fireballs verlieren erstes Saisonspiel in Ansbach

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Ansbach/Bad Aibling – Trotz einer über weite Strecken hervorragenden Leistung geht die Auftaktpartie der Fireballs Bad Aibling in Ansbach mit 86:100 verloren. Gastgeber Ansbach war an diesem Tag einfach zu stark für die Korbjäger aus der Kurstadt. Nach einer ordentlichen Vorbereitung blickte der neue Headcoach Tobias Guggenhuber am vergangenen Freitag zuversichtlich auf das erste Spiel seiner Mannschaft in Ansbach. Trotz einiger Blessuren, meldeten sich fast alle angeschlagenen Spieler kurzfristig fit und so fehlten am vergangenen Samstag lediglich Marco Hack-Vazquez und Michi Westphal urlaubsbedingt sowie Valentin Engel.

Bad Aibling ging natürlich als Außenseiter in die Partie, immerhin gehören die Piranhas seit vielen Jahren zum Inventar der Regionalliga Süd-Ost. Hinzu kommt ein hervorragend besetzter Kader mit viel Erfahrung. Im Gegensatz dazu standen viele Aiblinger vor ihrer ersten Partie in der höchsten deutschen Amateurspielklasse. Die Rollen waren also klar verteilt.

All dem zum Trotz fanden die Fireballs etwas besser ins Spiel. Nach den ersten Punkten des extrem starken Walter Simon markierte Neuzugang Johannes Wießnet (13) seine ersten Punkte für Bad Aibling und zugleich die ersten der Saison. In der Folge entwickelte sich ein echter offensiver Schlagabtausch, den die Gäste im ersten Viertel mit 27:23 für sich entschieden. Einziger Wermutstropfen waren drei schnelle Fouls von Mario Hack-Vazquez, die den Spielmacher der Kurstädter früh auf die Ersatzbank zwangen. Zu Beginn des zweiten Viertels konnten sich die Fireballs durch einen Dreier von Mio Mirceta (20 Pkt, 9 Reb) bis auf acht Punkte absetzen, doch angepeitscht vom begeisterten Publikum in Ansbach kamen die Gastgeber binnen zwei Minuten wieder heran. Angeführt vom überragenden Engel (20 Punkte in der ersten Halbzeit) übernahmen Sie dann kurz vor Ende der Halbzeit wieder die Führung. Halbzeitstand 48:47. Auffällig war bis dato die extrem gute Wurfquote beider Teams.

Im Gegensatz zu Abschnitt eins kam nun Ansbach etwas wacher aus der Kabine und zog seinerseits bis auf sieben Punkte Differenz davon. Zu allem Überfluss kassierten Wießnet und Hack-Vazquez in kürzester Zeit jeweils ihr viertes persönliches Foul. Doch angetrieben vom nun stark aufspielenden Simon Bradaric (27) kämpften sich die Gäste zurück in die Partie. Durch eine kleine Unaufmerksamkeit gelang dem bis dato blassen US-Amerikaner der Piranhas, Ward, ein Alley-Oop Korbleger mit der Schlusssirene des dritten Spielabschnitts zum 71:68 Zwischenstand. Steffen Lautner (14) markierte direkt zu Beginn des vierten Viertels den 70:71 Anschluss, ehe die Gastgeber heiß liefen. Ein 9:0-Lauf bescherte die erste zweistellige Führung der Partie, die die Franken sich bis zum Schluss nicht mehr nehmen ließen. Nachdem bei den Fireballs in den letzten beiden Minuten die Luft endgültig raus war, gelangen Ward noch einige Garbage-Punkte. Endstand 100:86.

Dazu Tobi Guggenhuber: „Ansbach hat heute verdient gewonnen, auch wenn der Sieg am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist. Mein Team hat über weite Strecken sehr gut gespielt, am Ende haben wir aber Lehrgeld bezahlt. Genau das ist der Unterschied zwischen Regio 1 und 2. Ansbach war in der entscheidenden Phase einfach abgeklärter. Zudem haben sie über die gesamte Partie einfach unfassbar gut geworfen, knapp 60% aus dem Feld sind ein überragender Wert. Wir müssen aus diesem Spiel nun unsere Lehren ziehen und vor allem besser und härter verteidigen, um die Trefferquote unseres nächsten Gegners deutlich niedriger zu halten. Am Ende des Tages bin ich aber sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Am kommenden Wochenende haben die Fireballs spielfrei ehe am 3. Oktober das nächste Auswärtsspiel in Leitershofen ansteht.

 

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