Unterstützung für Zuwanderer verbessert die Integration

SPD-Politikerinnen auf Besuch bei der Migratiosnberatung der AWO Rosenheim

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Rosenheim – Kürzlich besuchte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, Dr. Bärbel Kofler (MdB), in Begleitung von Britta Promann, der örtlichen SPD Landtagskandidatin und Elisabeth Jordan, Stadt- und Bezirksrätin, die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt in Rosenheim.

Foto: Britta Promann, SPD-Landtagskandidatin Rosenheim Ost, Sieglinde Franzler, AWO Migrationsberatung, Dr. Bärbel Kofler, MdB und Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, Klaus Schindler, Abteilungsleitung Soziale Dienste der AWO Kreisverband Rosenheim, Elisabeth Jordan, SPD Bezirks- und Stadträtin (v.l.)

Diese Beratungsstelle bietet mit zwei Vollzeitstellen und Ehrenamtlichen in der Stadt Rosenheim und einmal wöchentlich auch in Wasserburg, Unterstützung für Zuwanderer ab siebenundzwanzig Jahren, auch für anerkannte Flüchtlinge. Sieglinde Franzler erläuterte, dass das Konzept der Beratungsstelle eine schriftliche Integrationsvereinbarung mit den Klienten vorschreibe. Sie führte weiter aus,  dass mehr als 300 Klienten von einer Beraterin in komplexen Problemlagen beraten würden, als fachlicher Standard gelten jedoch 150 Klienten. Gespräche zur Verbesserung der Situation zwischen Stadt und Landkreis laufen diesbezüglich bereits. Die SPD Politikerinnen erfuhren, dass es bei den Beratungen oft um Aufenthaltsfragen, Familiennachzug, aber auch um Anerkennung von Berufs- und Hochschulabschlüssen gehe. „Der rechtliche Rahmen muss vereinheitlicht werden, daher ist ein Einwanderungsgesetz so wichtig! Das muss schnell umgesetzt werden, denn eine legale Arbeitsmigration ist notwendig bei dem drohenden Fachkräftemangel“, stellte Dr. Bärbel Kofler, MdB fest. Bei der Zuwanderung von EU Bürgern, berichtete Sieglinde Franzler, gebe es wenig Verständnis für Südosteuropäer, und diese Personen würden vielfach in prekären Wohnverhältnissen leben. Elisabeth Jordan bestätigte diese Information, denn es sei bekannt, dass teilweise zu viele Personen auf zu engem Raum leben. „Das grenzt an Mietwucher und muss geahndet werden“, forderte die Stadträtin Jordan.

Weiterhin kritisierte Klaus Schindler, Abteilungsleitung der Sozialen Dienste der AWO, dass die 3+2 Regelung, bei der Flüchtlinge ihre Ausbildung beenden und weitere zwei Jahre hier arbeiten dürfen, leider sehr restriktiv gehandhabt werde. „Das ist demotivierend für die Personen in den Unterkünften“, führte Schindler aus. Sieglinde Franzler ergänzte, dass auch die Situation von Frauen in den Gemeinschaftsunterkünften verbessert werden könne. Anton Reiserer, Geschäftsführer des Kreisverbandes der AWO in Rosenheim bemängelte, dass die Stellen der Beratungsstelle nicht ausfinanziert seien und vorgeschriebene Eigenanteile der Wohlfahrtsverbände nicht zielführend sind. Die Mitarbeiter AWO stellten den SPD-Politikerinnen als weiteres Projekt „Rosenheim COBS“ (Coaching, Orientierung, Beruf, Selbstwert) vor.  Das von den Jobcentern Stadt und Landkreis Rosenheim sowie vom Europäischen Sozialfond für Deutschland geförderte Modellprojekt unterstützt Mütter mit Migrationshintergrund beim Einstieg in eine Erwerbstätigkeit. Britta Promann zeigt sich überzeugt, dass dieses Projekt vielen Müttern helfen könne, im Berufsleben Fuß zu fassen und neben der Sicherung des Lebensunterhalts, auch Anerkennung und Selbstbestätigung zu bekommen. „Davon profitieren Frauen, ihre Familien und vor allem ihre Kinder und dies fördert die gesellschaftliche Integration“, lobten Promann, Jordan und Kofler übereinstimmend.

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