„AIB zeigt Gesicht“: Viel Rauch um Nichts?

AfD meckert und greift Bürgermeister Felix Schwaller an - doch der redet gar nicht auf der Kundgebung

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Bad Aibling – Am Anfang war eine Pressemitteilung, die heute am Morgen auf unseren Tisch flatterte. Die AfD meckerte, dass Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller (Foto) „seines Amtes unwürdig“ wäre, weil er am kommenden Sonntag das Grußwort auf der Kundgebung „AIB zeigt Gesicht“ sprechen würde. Tatsächlich ist die Rechtspartei aber einer Falschmeldung aufgesessen. Der Bürgermeister wird auf dieser Veranstaltung nämlich nicht reden, wie er im Gespräch mit der AIB-Stimme noch einmal bestätigt. Das habe schon am Mittwoch festgestanden. „Ich lasse mich nicht vor einen Karren spannen“, sagt Felix Schwaller.

Hintergrund: Die ursprünglich als parteilose Kundgebung aller Bürger der Stadt und des Landes geplante Veranstaltung hat sich im Laufe der Vorbereitungen als willkommene Plattform für linksgerichtete Parteien und Gruppierungen entpuppt, die „Aibling zeigt Gesicht“ als gute Gelegenheit sehen, jetzt im Wahlkampf noch einmal auf die Werbetrommel zu hauen. Felix Schwaller dazu: „Wäre es das geblieben, als was es am Anfang gedacht war, nämlich eine Veranstaltung von Bürgern der Stadt, die sich für ein friedliches Miteinander stark machen, hätte ich tatsächlich gesprochen. So aber nicht.“

Auch viele Leute aus dem Organisatorenteam sind mit dem Linksruck der Sache unglücklich. Dennoch hoffen sie, dass die Kundgebung vor allem eine Demonstration für Toleranz und Akzeptanz sein wird, über alle Parteien hinweg und frei von politischen Statements. Eine Info, die uns aus dem Team der Verantwortlichen erreichte, ist diese hier: „Sobald einer der Redner die Bühne für Wahlwerbung missbraucht, wird ihm der Saft abgedreht.“

Und so blicken die Bürger der Stadt gespannt auf den Sonntagnachmittag am Marienplatz (16 Uhr bis 18.30 Uhr) und auf den Verlauf von „AIB zeigt Gesicht“: Wird es möglich sein, gemeinsam FÜR die genannten Werte zu stehen, ohne parteipolitisches Kalkül? Schwer vorstellbar, aber man lässt sich ja gerne immer wieder positiv überraschen.

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