Ein offenes Ohr für die Feuerwehr

Michael Linnerer: Für Rettungs-und Hilfskräfte ist der sechsspurige A8-Ausbau dringend notwendig

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Chiemgau – In einem umfangreichen Gespräch schildert Marcus Prassberger, der 2. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bernau am Chiemsee, dem FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung und dem Rosenheimer FDP-Landtagskandidaten und Initiator des Stautagebuchs A8, Michael Linnerer, wie wichtig ein moderner 6-spuriger Ausbau der A8 für die Rettungskräfte ist.

Foto: MdB Christian Jung, 2. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bernau am Chiemsee Marcus Prassberger, FDP-Landtagskandidat Michael Linnerer (v.l.)

Die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr zeigten auf, wie heute bei Rettungseinsätzen die Feuerwehr im zweispurigen Autobahnteil ohne Standstreifen Slalom durch den stehenden Verkehr fahren muss. Dabei schalten sie oftmals extra das Martinshorn aus, damit die Leute nicht noch nervöser werden, sonst gehe gar nichts mehr. Oftmals müsse ein Feuerwehrmann aussteigen und die Verkehrsteilnehmer zurecht lotsen.

Die im Deutschlandvergleich überdurchschnittliche Menge an Verkehrsunfällen auf dem Streckenabschnitt der A8 mit häufig schweren Unfällen und Todesfällen sei eindeutig auf die veraltete Autobahn mit den viel zu engen Kurven-Radien, fehlenden Standstreifen, sehr kurzen Beschleunigungsstreifen und fehlenden Behelfseinfahrten für die Rettungskräfte zurückzuführen.

Die Vorschläge von Christian Jung, bereits vor dem notwendigen 6-spurigen Ausbau plus Standstreifen durch moderne Technologien wie Telematik zur Verkehrsregulierung den Verkehrsfluss dynamischer zu leiten, wurden von den Vertretern der Feuerwehr interessiert zur Kenntnis genommen. Dass dadurch die heute immer wieder häufig festzustellenden Auffahrunfälle bestmöglich vermieden werden können, wäre für die Rettungskräfte bereits eine große Verbesserung der heutigen Situation.

Jung zeigte sich verwundert, dass der notwendige Ausbau der A8 hier so stark stockt und fragt sich, warum nicht unabhängig vom Ausbau die Modernisierungen durch Telematik-Systeme vorangetrieben werden: „Wenn es selbst im Wahlkreis der Verkehrspolitischen Sprecherin der CSU Daniela Ludwig Verkehrsprobleme gibt, wie sollen dann die Probleme auf den restlichen Strecken gelöst werden?“.

Beim Vorstellen des Fuhrparks merkte Marcus Prassberger noch an, dass die aktuellen Regelungen der Zuschüsse für Feuerwehren, die nicht differenzieren welche Hauptzwecke die Feuerwehr erfüllen, Probleme bereiten. So benötigt ein Einsatzfahrzeug im überwiegenden Bereich einer Bundesautobahn andere Ausstattungen als anderswo im Landkreis, dies werde jedoch bei Zuschüssen nicht berücksichtigt. Auch hier benötige es Änderungen in den Regelungen, die allen Freiwilligen Feuerwehren zugutekommen würden.

 

 

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