Der Polizeipräsident zwickt den Schein höchstpersönlich

Oktoberfestkontrollen der Autobahnpolizei Holzkirchen auch in der Neubiberger Röhre

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Holzkirchen/München – Die Autobahnpolizeistation Holzkirchen führte in diesem Jahr während des Oktoberfests erneut zahlreiche stationäre und mobile Kontrollen durch. An zwei Tagen wurden Schwerpunktkontrollen mit der Unterstützung italienischer Kollegen aus Südtirol durchgeführt. Das Münchener Oktoberfest wirkt sich auch auf die Polizeidienststellen rund um München und somit auch auf das Polizeipräsidium Oberbayern Süd aus.

Erfahrungen zeigten, dass sich immer wieder Besucher nach dem Konsum von Bier ans Steuer ihres Fahrzeuges setzen und dann über die Autobahn nach Hause fahren wollen. Deshalb führt die Autobahnpolizeistation Holzkirchen seit Jahren vermehrt Kontrollen während der Oktoberfestzeit durch. So auch in diesem Jahr. An den beiden Samstagen, 29. September 2018 und 6. Oktober 2018 wurden stationäre Kontrollen mit Unterstützung von Einsatzkräften verschiedener Dienststellen an der A 8 im Bereich der „Neubiberger Röhre“ durchgeführt.

Dabei mussten leider auch in diesem Jahr wieder alkoholisierte Verkehrsteilnehmer angetroffen werden. Ein 27-jähriger Münchener wurde nicht von irgendwem angehalten, sondern von dem Polizeipräsidenten persönlich, der sich am 29. September zusammen mit italienischen Kollegen an der Kontrollstelle befand. Robert Kopp und einer Polizeibeamtin fiel der stark alkoholisierte Pkw-Fahrer auf, bei dessen Kontrolle schließlich ein Wert von über 2 Promille festgestellt wurde. Zudem stellte sich heraus, dass der Kontrollierte überhaupt nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Der 27-Jährige muss nun mit mehreren Strafanzeigen rechnen.

Da sich unter den Wiesn-Besuchern auch zahlreiche Italiener befinden, bekamen die Polizisten aus Holzkirchen in diesem Jahr wieder Unterstützung ihrer Südtiroler Kollegen. Die Anwesenheit der italienischen Kollegen hat sich bereits Jahre zuvor mehr als bewährt, weshalb sich Polizeipräsident Robert Kopp besonders freute, dass er in diesem Jahr wieder Kollegen der Verkehrspolizei aus Bozen begrüßen durfte: „Die grenzüberschreitende intensive Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Polizeiarbeit. Das bereits sehr gute Verhältnis wird durch solche gemeinsamen Kontrollen weiter ausgebaut. Auch in diesem Jahr war die Unterstützung durch die italienischen Polizeibeamten sehr erfolgreich. Mit ihrer Hilfe konnten sowohl einfache Verkehrskontrollen durchgeführt, als auch aufkommende hitzige Diskussionen kommunikativ gut gelöst werden.“

Insgesamt wurden 6 Fahrten unter Alkoholeinfluss (1 Strafanzeige, 5 Verkehrsordnungswidrigkeiten) und eine Fahrt unter Drogeneinfluss festgestellt. Zudem wurde die Geschwindigkeit bei 1314 Fahrzeugen gemessen. Dabei mussten 176 Anzeigen erstattet werden, der Negativrekordhalter wurde mit einer Geschwindigkeit von 178 km/h bei erlaubten 80 km/h gemessen. Obwohl man bei der großen Anzahl an kontrollierten Fahrzeugen meinen könnte, 7 Fahrten unter Alkohol – / Drogeneinfluss seien wenig, ist jeder Verstoß hier einer zu viel!  Auch die Beanstandungsquote von über 13 Prozent im Bereich der Geschwindigkeitsverstöße zeigt, dass die Kontrollen nötig sind. Das Kontrollkonzept hat sich bewährt, die Polizei wird auch im nächsten Jahr, hoffentlich erneut mit italienischer Unterstützung, während der Oktoberfestzeit Kontrollen durchführen.

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