Fireballs erhalten bittere Lehrstunde

Aiblings Basketball-Herren verlieren zuhause gegen Herzogenaurach mit 71:113

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Bad Aibling – Die Heimpremiere der Fireballs Bad Aibling am Samstagnachmittag ging  deutlich in die Hose. Gegen eine mit Jungprofis gespickte Mannschaft aus Herzogenaurach kassiert die Mannschaft um Kapitän Simon Bradaric eine deutliche 71:113 Klatsche.

„Es hätte heute einfach nicht viel schlechter laufen können“, resümierte Headcoach Tobi Guggenhuber die Partie kurz nach Abpfiff. Gegen eine bärenstarke Mannschaft der Longhorns Herzogenaurach war am Samstag einfach kein Kraut gewachsen, dabei hatten sich die Fireballs im Vorfeld so viel vorgenommen für die Heimpremiere in der Regionalliga 1.

Nach der bitteren Niederlage in Leitershofen unter der Woche, wo insgesamt sechs Spieler nicht zur Verfügung standen, wollten die Basketballer des TuS Bad Aibling am dritten Spieltag unbedingt den ersten Erfolg einfahren. Drei der sechs abstinenten Spieler waren dabei wieder an Bord und so konnte Guggenhuber zwölf Mann für das Spiel gegen Herzogenaurach aufbieten. Dass sich die Vorbereitung auf die Partie allerdings recht schwierig gestaltete, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen konnte man unter der Woche aus besagten Gründen kaum richtig trainieren und zum anderen sind die Longhorns einfach sehr schwer auszurechnen. Abhängig vom Spielplan des Partnervereins aus Nürnberg hat die Mannschaft von Coach Jocic zwei Gesichter. „Unter normalen Umständen ist das ein Team auf Augenhöhe für uns. Ein direkter Konkurrent um den Abstieg, dem wir sicherlich Paroli bieten können, wahrscheinlich wären wir zuhause sogar Favorit“, sagt Aiblings Übungsleiter. „Mit den Jungprofis aus der Pro A ändern sich allerdings die Vorzeichen. Immerhin sind drei der vier eingesetzten Spieler ein wichtiger Teil der Rotation in der 2. Bundesliga, das hievt das Niveau des Teams mindestens um eine Spielklasse nach oben.“

Es kam also wie es kommen musste. Nürnberg war spielfrei und so reisten die Longhorns mit viel Verstärkung nach Oberbayern. Die Vorzeichen waren klar, alles andere als eine deutliche Niederlage wäre unter diesen Bedingungen eine echte Überraschung gewesen.

So ist die Geschichte des eigentlichen Spiels auch recht schnell erzählt. Vor rund 100 Fans in der Sporthalle zeigten die Gastgeber in den Anfangsminuten eine engagierte Leistung, lediglich das Glück im Abschluss blieb versagt und so zogen die Gäste bereits früh davon. Angeführt vom bärenstarken Nils Haßfurther führte Herzogenaurach bereits nach zehn Minuten 27:14. Zum fehlenden Glück kam im zweiten Viertel auch noch Unvermögen dazu. Viele einfache Fehler und mangelhafte Transition-Defense wurden von den abgezockten Franken sofort bestraft – die Fireballs gingen mit einem 33:58 Rückstand in die Halbzeitpause. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen, deshalb setzte Coach Guggenhuber den Fokus für den Rest der Partie auf die Entwicklung der offensiven Spielsysteme unter Wettkampfbedingungen und gab auch der zweiten Garde des TBA viel Spielzeit. Die ersten Minuten des dritten Viertels zeigten dann auch ein wenig Verbesserung, vor allem Neuzugang Johannes Wießnet (16 Pkt/5 Reb) zeigte eine ansprechende Leistung. Das dritte Viertel endete recht erfreulich aus Fireballs Sicht „nur“ 21:24. Im Schlussabschnitt bekam dann die zweite Garde des TBA eine Chance sich zu beweisen, bezahlte aber natürlich über weite Strecken massiv Lehrgeld. So verloren die Kurstädter ihre Heimpremiere 71:113.

Fazit von Tobias Guggenhuber nach der Partie: „Glückwunsch an Herzogenaurach. Das war eine bärenstarke Vorstellung. Uns wurden heute in allen Belangen die Grenzen aufgezeigt. Auch wenn dieses Team in dieser Konstellation nicht der Gradmesser für uns ist, bin ich nicht zufrieden mit unserer Leistung. Unsere Wurfquote aus der Distanz ist mit 12,9 Prozent bei 31 Versuchen einfach unterirdisch. Das liegt aber vor allem an der Wurfauswahl und der Abstimmung in den Offensivsystemen. Das muss in den nächsten Spielen unbedingt besser werden. Noch viel wichtiger ist aber, dass wir defensiv stabiler werden. Wir müssen vor allem den Schnellangriff des Gegners besser verteidigen.“

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