Kematen: „Alpenländische Begegnung“ begeistert Publikum

Ein Fest für Liebhaber der Volksmusik im Rahmen des Maxlrainer Kultursommers im Gasthaus Weingast

image_pdfimage_print

 

Bad Feilnbach/Kematen – Der Einladung des Bayerischen Rundfunk, des ORF-Landesstudio Tirol, von RAI Südtirol und des Kulturfördervereins Mangfalltal ins Gasthaus Weingast in Kematen waren viele Liebhaber der Volksmusik gefolgt. Sie wurden nicht enttäuscht: Die drei Moderatoren Stefan Frühbeis (BR/Heimat), Peter Kostner (ORF/Tirol) und Markus Laimer (RAI/Südtirol) konnten hervorragende Musik- und Gesangsgruppen ihres jeweiligen Landes vorstellen.

Es waren dies die „Boarische Almmusi“ und der „Sagschneider Dreig’sang“ aus verschiedenen Oberbayerischen Orten, die „6 Kraxn“ (derzeit sieben) aus dem Seiser-Alm-Gebiet und vier Musikantinnen aus der Umgebung des Kaisergebirges in Tirol. Während die Musikanten und Sängerinnen ihre jeweilige Heimat musikalisch in hervorragender Weise vorstellten, führten Frühbeis, Kostner und Laimer mit launigen Worten durch das Programm des Abends, nicht ohne über Besonderheiten ihres Landes, der Bevölkerung und der Musik – teilweise in humorvoller Form – zu berichten. So erfuhren die Zuhörer, dass die Zither eigentlich ein rein bayerisches Instrument sei, das auf jeden Fall „leichter auf den Berg zu den Almen zu transportieren sei, als ein Klavier“, so Stefan Frühbeis. Die „Böhmische Formation“ habe durch die Volksmusik von Wandermusikanten im südlichen Teil Tirols Fuß gefasst, berichtete Peter Kostner, während Markus Laimer begeistert vom „almerischen Leben, von der Liab und Lebensfreude seiner südtiroler Landsleute schwärmte.

 

Frühbeis stellte auch den Vorstand des Kulturfördervereins, den ehemaligen Landtagsabgeordneten Sepp Ranner vor, den er als „begnadeten Schnapsbrenner aus dem Mangfalltal“ bezeichnete. Dieser erläuterte, dass das Brennrecht mit dem Monopol für 200 Liter Weingeist eine lange Geschichte habe. Ihm persönlich sei der „Kerschgeist die liebste Medizin“ gegen allerlei Beschwerden. Der Konzertabend schloss mit einem wohlklingend vorgetragenen Jodler des Sagschneider Dreigesangs und mit dem Versprechen der Moderatoren, sich auch im kommenden Jahr wieder „alpenländisch zu begegnen“. Lutz Ellermeyer

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren