Bad Aibling: Will gegen Winhart

Nach ARD-Sendung - Jörg Meuthen will „Ordnungsmaßnahmen" gegen Aiblinger AfD-Mann prüfen

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Bad Aibling – Das war eine Steilvorlage mit Ansage: In ihrer Talksendung in der Wahlnacht konfrontierte Moderatorin Anne Will den anwesenden AfD-Chef Jörg Meuthen (Foto) mit dem Wahlkampfauftritt von Andreas Winhart in Willing. Wie bereits berichtet, haute Winhart da den Satz raus: „Ich will wissen, wenn mich in der Nachbarschaft ein Neger anküsst oder anhustet – ist der krank oder nicht?“ Dieser Spruch könnte dem Aiblinger nun böse um die Ohren fliegen, denn selbst Meuthen gab zu: „Winhart äußert sich da indiskutabel.“

Und weiter sagte er: „Gehen Sie davon aus, dass das in meiner Partei sorgsam geprüft wird und wir prüfen da Ordnungsmaßnahmen.“ Anne Will hakte nach: „Warum dulden Sie Mitglieder, die sich rassistisch äußern?“ Meuthen dazu: „Wir dulden sie nicht. Wir gehen gegen diese Mitglieder vor.“ Will weiter: „Was passiert jetzt genau mit Herrn Winhart?“ Die Antwort von Jörg Meuthen ließ dann wiederum viel Interpretationsspielraum zu: „Ordnungsmaßnahmen werden diskutiert werden.“ Bleibt die Frage: Hält die AfD die schützende Hand über den Aiblinger Lokalpolitiker oder wird er ein Bauernopfer? Es bleibt auch nach der Wahl spannend.

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4 Gedanken zu „Bad Aibling: Will gegen Winhart

  1. Da Herr Winhart ja auch von mehreren Bürgern wegen Volksverhetzung angezeigt wurde, ist nun zunächst einmal der Rechtsstaat gefragt. Unabhängig davon, wie die möglichen „Ordnungsmaßnahmen“ einer AfD aussehen.

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  2. Ernst-Christian Pahl

    Eine Watschn von Anne Will, das ist doch was – viel Feind, viel Ehr. Ansonsten ist schon alles gesagt: „Ich teile Deine Meinung nicht, aber ich werde mich dafür zerreißen lassen, daß Du sie äußern darfst.“ (Voltaire)

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    1. Der Meuthen hat doch schon die dubiose Zeitungsverteilung der AfD durch die hiesigen Kandidaten gerügt. Da war der Winhart doch auch schon im „Panorama“ und musste klein beigeben. Und dazu sein Video – Clip in der „Heute Show“. Unsäglich! Unmöglich! Unwählbar!

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      1. Günter Schlierbach

        Unwählbar, sollte man meinen. Aber es gibt wohl genügend Zeitgenossen, die solche Parolen gut finden und dieser sogenannten Partei ihre Stimme geben. Hauptsache Rabatz gemacht, und Sündenböcke lassen sich für einfache Gemüter immer finden. Ich möchte nicht wissen, was in solchen „Zirkeln“ so geredet wird. Man staunt, welche Wahlergebnisse in manchen Gemeinden zustandegekommen sind. Man kann sich eines mulmigen Gefühls nicht erwehren.

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