Rosenheim: An Dreistigkeit kaum zu überbieten

Vorgeladener Urkundenfälscher zeigt vor Gericht erneut ein gefälschtes Dokument vor

image_pdfimage_print

Rosenheim – Am vergangenen Donnerstag musste sich ein 31-jähriger Mann aus dem westlichen Landkreis Rosenheim vor dem Amtsgericht Rosenheim wegen einer vorausgegangenen Urkundenfälschung verantworten. Der Mann wurde im März 2018 in Bruckmühl von einer zivilen Streifenwagenbesatzung der Verkehrspolizei Rosenheim einer Kontrolle unterzogen. Bei der Durchsicht seiner Dokumente wurde von den kontrollierenden Polizeibeamten der vorgelegte russische Führerschein als Totalfälschung erkannt.

Der Mann wurde wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht. Er erhielt von der Staatsanwaltschaft Traunstein einen Strafbefehl, gegen den er Widerspruch einlegte. In der folgenden Gerichtsverhandlung, die jetzt am Donnerstag vor dem Amtsgericht Rosenheim stattfand, zeigte er dem vorsitzenden Richter einen im Jahre 2015 ausgestellten EU-Kartenführschein, um sein Fahren ohne Fahrerlaubnis zu entkräften. Der sachbearbeitende Polizeibeamte war als Zeuge im Gerichtssaal anwesend und wurde gebeten, das vorgelegte Dokument zu überprüfen. Er konnte den Führerschein wiederum als Totalfälschung erkennen. Der Widerspruch hatte sich somit erledigt.

Nun muss sich der Mann wegen einer erneuten Urkundenfälschung vor Gericht verantworten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren