Rosenheim: Ehrenamtliche zur Sicherheitswacht gesucht

Nach Abgang einiger Mitglieder will die Polizei aufstocken - Einsatz vorwiegend in der Innenstadt

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Rosenheim – Die Polizeiinspektion Rosenheim sucht ab sofort wieder couragierte Bürgerinnen und Bürger, die der Sicherheitswacht Rosenheim beitreten wollen. Die Gruppe von ehrenamtlich tätigen Männern und Frauen stellt sich seit 1995 im Stadtbereich zur Verfügung, um Dienst für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu leisten. Nun wird personelle Verstärkung gesucht.

 

Was mit dreizehn Mitgliedern ausgestattet ist, hat noch immer Bestand, wie der Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, Polizeioberrat Volker Klarner, betont.  „Mittlerweile sind aber einige Männer und Frauen der ersten Stunde aus beruflichen oder persönlichen Gründen ausgeschieden, weshalb wir uns zu einer Aufstockung entschlossen haben. Die neu zu bildende Gruppe soll vorwiegend im Innenstadtbereich Rosenheims eingesetzt werden. Die Angehörigen der Sicherheitswacht sollen vor allem der Straßenkriminalität entgegenwirken und das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger stärken. Sie sind zusätzliche Augen und Ohren der Polizei und Ansprechpartner für die Bevölkerung.“

„Möchtegern-Polizisten“ haben allerdings keine Chance, aufgenommen zu werden. Bei der Auswahl legt die Polizei strenge Maßstäbe an. Eine abgeschlossene Schul- bzw. Berufsausbildung gehört ebenso zu den Auswahlkriterien wie ein Mindestalter von 18 Jahren. Die Altersobergrenze liegt bei  60 Jahren.  Wer Interesse hat, sollte im Großraum Rosenheim wohnen und bereit sein, monatlich durchschnittlich 15 Stunden Dienst zu leisten. „Hierbei sind uns Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein besonders wichtig, wie Polizeioberrat  Klarner herausstellt.

Bei jedem Bewerber wird eine Zuverlässigkeitsprüfung durchgeführt. Als Aufwandsentschädigung gibt es rund 8 Euro pro Stunde. Vor dem ersten Streifengang steht eine umfangreiche Schulung an. Einsatzorte sind vor allem städtische Freizeit- und Grünanlagen sowie Fußgängerbereiche in der  Rosenheimer Innenstadt.

Die stärksten „Waffen“ der Sicherheitswächtler sollen Aufmerksamkeit, Umsicht und Zivilcourage sein. An Einsatzmitteln führen sie ein Funkgerät mit, um den Kontakt mit der Polizei zu halten und notfalls Verstärkung zu rufen. Als Erkennungszeichen dient eine dunkelblaue Jacke mit der Aufschrift „Sicherheitswacht“ mit Bayerischem Staatswappen als Ärmelabzeichen, einem Dienstausweis zur Legitimation. Rechtlich sind sie etwas besser gestellt als private Sicherheitsdienste. Sie können Personalien feststellen und  Platzverweise aussprechen. Nach dem Jedermannsrecht leisten sie natürlich auch Hilfe für bedrängte Bürger. Wirklich kritische Situationen hat es aber in den vergangenen  Jahren nie gegeben.

Seit der Einführung einer ehrenamtlichen Sicherheitswacht vor  15 Jahren können verantwortungsbewusste Bürger effektiv in das bayerische Sicherheitskonzept zur Bekämpfung der noch immer anhaltenden Unkultur des Wegschauens eingebunden werden. Hierbei soll und kann die Sicherheitswacht die Arbeit der Polizei nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

Wer Interesse an dieser interessanten Tätigkeit hat, bewirbt sich bitte -schriftlich- bei der Polizeiinspektion Rosenheim, Ellmaierstraße 3, 83022 Rosenheim,  auf dem Postweg bzw. per Internet unter der E-Mail-Adresse:

pp-obs.rosenheim.pi@polizei.bayern.de,

telefonische Anfragen richten Sie bitte an: Polizeihauptkommissar Robert Maurer, Telefonnummer 08031/200-0.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite:

http://www.polizei.bayern.de/wir/sicherheitswacht/index.html

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