Rosenheim: Landwirtschaftsschule eingeweiht

Nach Wasserschaden vor zwei Jahren - Landkreis investiert über drei Millionen Euro in Generalsanierung

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Rosenheim – Knapp zwei Jahre nach dem Wasserschaden ist die Landwirtschaftsschule in der Prinzregentenstraße in Rosenheim nach ihrer Generalsanierung gestern am Freitag feierlich eingeweiht worden. Schulleiter Wolfgang Hampel und die stellvertretende Schulleiterin Anna Bruckmeier ließen in ihrer Begrüßung die Geschichte der Landwirtschaftsschule noch einmal Revue passieren – von der ersten Einweihung 1950 bis zum Tag des Wasserschadens Anfang November 2016.

Foto: Schlüsselübergabe an den Schulleiter – Architekt Hans Wagenstaller, Schulleiter Wolfgang Hampel, stellvertretende Schulleiterin Anna Bruckmeier und der stellvertretende Landrat Josef Huber (v.l.)

Wie Hampel sagte, könne er sich noch gut an den Anruf eines Mitarbeiters erinnern: „Chef das wollen Sie jetzt nicht sehen. Die Schule schaut aus wie eine Tropfsteinhöhle.“ Inzwischen könne er darüber lachen, sagte Hampel. Dennoch seien die vergangenen zwei Jahre nicht einfach gewesen. Eine Klasse wurde in der Aula unterrichtet, eine andere im Speisesaal oder in Räumlichkeiten der Berufsschule 2 in Rosenheim. In diesem Zusammenhang bedankte er sich beim Landkreis Rosenheim als Sachaufwandsträger und bei den Mitgliedern des Kreistages für die Unterstützung. Die Schule habe nun ein weiteres wichtiges Datum, den 19.10.2018. „Diese Einweihung ist ein Meilenstein für die Landwirtschaftsschule“, sagte Anna Bruckmeier.

An die Tropfsteinhöhe vor zwei Jahren erinnert inzwischen nichts mehr. Wie der stellvertretende Landrat Josef Huber bei seinem Grußwort sagte, habe der Landkreis Rosenheim die Generalsanierung genutzt, um das Gebäude aus den 50er Jahren auf den neuesten Stand zu bringen. „Das ist gut investiertes Geld, denn es geht hier um die Bildung unserer Kinder“.

Das Gebäude wurde komplett entkernt und der Grundriss an die neuen Bedürfnisse angepasst. Heizung, Lüftung, Sanität und Elektro wurden von Grund auf erneuert. Der Brandschutz wurde ertüchtigt und das Gebäude barrierefrei erschlossen. Dafür wurde auch ein Aufzug eingebaut und ein außen liegendes zusätzliches Treppenhaus. Auch das alte, bis dahin nicht gedämmte Ziegeldach wurde durch ein Blechdach ersetzt und der Dachboden isoliert.

Die Klassenzimmer, der Informatikraum, Lehrer- und Büroräume wurden neu möbliert. Die Klassenzimmer haben Akustikdecken aus Tannenholz, LED-Beleuchtung und eine neue Medienausstattung bekommen. Da hier den ganzen Tag Unterricht stattfindet, wurde eine kontrollierte Belüftung eingebaut, die für ein angenehmes Raumklima sorgt. Zusätzlich gibt es einen außen liegenden Sonnenschutz an der Südfassade. Im 2. Obergeschoss entstanden neue, zeitgemäße Büros, die nun von Mitarbeitern des Landwirtschaftsamtes genutzt werden.

Huber bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Arbeit und bei der Regierung von Oberbayern für die finanzielle Unterstützung. Die Kosten für die Generalsanierung lagen bei über drei Millionen Euro. 2,1 Millionen Euro kamen aus dem Haushalt des Landkreises Rosenheim, der Rest aus Zuschüssen und der Zahlung der Versicherung. Sanierungsbeginn war im Sommer 2017.

Im Anschluss an die Feierstunde konnten sich alle Anwesenden die neuen Räume der generalsanierten Landwirtschaftsschule bei einer Führung ansehen.

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