Retter auf vier Pfoten auf dem Prüfstand

Zwei Rettungshundeteams aus Rosenheim bestehen Prüfung in Böblingen

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Rosenheim/Böblingen – Am Wochenende  fand die zentrale Rettungshundeprüfung mit dem Schwerpunkt Flächensuche bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Böblingen bei Stuttgart statt. Unter den 32 Mensch-Hund-Teams waren auch zwei aus dem Landkreis Rosenheim. Luna und ihr Frauchen Susanne Tomschi-Dewina bestanden die Prüfung erstmals, Otto mit seiner Rettungshundeführerin Angelika Höhne haben sich durch die Prüfung rezertifiziert und können nun weiterhin in den Einsatz gehen.

Die Teilnehmer stellten ihr Können vor den Augen der erfahrenen Prüfer unter Beweis. Die Rettungshundeprüfung in der Fläche bestand aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Zum Theorieteil gehörten Fachfragen zur Ersten-Hilfe, Funk, Einsatztaktik, oder Kynologie. Der Praxisteil bestand aus einem Gehorsamsteil, mit Anzeigen und Unterordnung, sowie der anschließenden Personensuche, die in einem 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände in Böblingen absolviert wurde. Dort versteckten sich Verletztendarsteller, die von den Teams zu finden waren. Hierzu gehörte das exakte Anzeigen eines aufgespürten Vermissten, ohne die Person zu bedrängen. Des Weiteren mussten die Hundeführer die Erstversorgung vor Ort durchführen und den Vermissten qualifiziert an den Rettungsdienst übergeben.

 

„Die Ergebnisse der Rettungshundeprüfung sind mehr als zufriedenstellend. Die Prüfung war sehr anspruchsvoll und auch die Nervosität der Teams an diesem Tag ist nicht zu unterschätzen. Daher freut uns das positive Ergebnis besonders. Erst nach erneuter Prüfung sind die Teams weitere 24 Monate einsatzbereit und für Sucheinsätze zugelassen“, berichtet Robert Herter, Staffelleiter der Johanniter-Rettungshundestaffel im Landkreis Rosenheim. „Durch eine solche Rezertifizierung stellen wir die Qualität in der Rettungshundeausbildung sicher. Nur Teams, die regelmäßig trainieren und völlig eingespielt sind, können die Prüfung bestehen. Auch nur dann sind sie ein verlässliches Rettungsgespann bei Sucheinsätzen“, weiß der Staffelleiter.

 

Über die Arbeit mit Rettungshunden

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen und werden über die jeweilige Leitstelle angefordert. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- sowie Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate aufgefrischt werden muss.

 

Foto: Erfolgreich bei der Rettungshundeprüfung: Luna und ihr Frauchen Susanne Tomschi-Dewina (links) und Otto mit seiner Rettungshundeführerin Angelika Höhne. (Foto: Robert Herter)

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