Simssee: Proben bakteriologisch einwandfrei

Badeverbot bleibt trotzdem weiter bestehen

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Simssee – Da haben wir uns gerade auf ein erfrischendes Eisbad am Wochenende gefreut, und dann das: Das Badeverbot im Bereich des Strandbades Pietzing bleibt weiter bestehen, teilt uns das Gesundheitsamt heute mit. Und das, wobwohl die sechs Wasserproben, die das Rosenheimer Gesundheitsamt am Dienstag am Badeplatz in Pietzing am Simssee genommen hat, bakteriologisch nicht zu beanstanden waren. Das haben die Untersuchungen am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ergeben.

Die Ergebnisse sind heute dem Rosenheimer Gesundheitsamt mitgeteilt worden. Das Amt hatte insgesamt sechs Proben im Bereich der Badestelle und des Zulaufs des Fellbachs genommen. Über diesen Bach war das gereinigte Abwasser aus der beschädigten Chiemsee Ringleitung in den Simssee geflossen.

„Trotz des sehr erfreulichen Ergebnisses der Wasserproben haben wir uns im Einvernehmen mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim entschlossen, das Badeverbot in Pietzing noch aufrechtzuerhalten“, sagte der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl. „Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da zum jetzigen Zeitpunkt eine gesundheitliche Gefährdung der Badenden durch mit Fäkalkeimen belastetes Badewasser nicht restlos ausgeschlossen werden kann. Die defekte Abwasserleitung ist derzeit nur durch ein Provisorium abgedichtet und es tritt immer noch eine kleinere Menge Wasser aus.“, so Hierl.

Das Gesundheitsamt wird am kommenden Montagvormittag erneut Wasserproben entnehmen und untersuchen lassen. Die Wasserproben werden auf die Parameter Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht. Beide kommen in der natürlichen Darmflora von Menschen und Tieren vor.

Das Abwasser aus der Kläranlage ist zu 95 Prozent gereinigtes Schmutzwasser. Im  Wasser können sich allerdings noch Warmblüterfäkalien befinden. Beim Verschlucken des Badewassers kann es zu Durchfallerkrankungen kommen.

 

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