Raubling: Und ab jetzt Ruhestand!

Kathrin Hörmann-Lösch - von der Schulleiterin in Raubling zur schottischen Lady

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Raubling – Die langjährige Leiterin des Gymnasiums in Raubling Kathrin Hörmann-Lösch ist gestern am Gymnasium mit einer großen Feier in den Ruhestand verabschiedet worden. Neben dem stellvertretenden Landrat Josef Huber und dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern Ost, Richard Rühl waren zahlreiche Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, viele Wegbegleiter aus dem Schulalltag sowie Schülern und Eltern gekommen.

Foto: Zum Abschied ein Grundstück in Schottland als Geschenk – Kathrin Hörmann-Lösch mit Jutta Hautmann und Michael Weber vom Personalrat (v.l.)

Wie der kommissarische Schulleiter Erich Menacher bei der Begrüßung sagte, sei es nicht so einfach gewesen, einen Termin für die Verabschiedung zu finden. „Zwischen den Reisen nach Norwegen, der Türkei, Zypern, Griechenland, Vietnam, Thailand und Malaysia war es gar nicht so leicht Sie wieder in dieses Gebäude zu locken“, sagte er mit Blick auf Hörmann-Lösch.

Anschließend ließ Richard Rühl, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern Ost die Stationen von Hörmann-Lösch noch einmal Revue passieren. Vom Studium der Geschichte, Deutsch und der Politischen Wissenschaften, über die erste Planstelle bis hin zur Übernahme der Schulleitung am Gymnasium in Raubling im August 2002. „Nach 16 Jahren in dieser Position nun in den Ruhestand zu gehen, bedeutet viel“, sagte Rühl. „16 Jahre, damit waren Sie genau so lange im Amt wie Helmut Kohl. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten“, so Rühl. Er lobte ihre nahezu unerschöpfliche Energie. „Sie können stolz auf das sein, was Sie hier geleistet haben.“

Auch der stellvertretende Landrat Josef Huber (im Foto r.) lobte ihre Durchsetzungskraft als besondere Begabung. „Sie wissen was Sie wollen, und wie Sie es durchsetzen können. Dabei hatten Sie immer das Wohl Ihrer Schule und Ihrer Schüler im Auge. Dafür haben Sie gekämpft wie eine Löwin. Der Landkreis Rosenheim hat Ihnen als Sachaufwandsträger alle Wünsche erfüllt. Man hat Ihnen keinen Wunsch abschlagen können“, so Huber.

Ein besonderes Abschiedsgeschenk gab es vom örtlichen Personalrat. Mit Hinblick auf ihre Reiselust und ihr Lieblingsland Schottland habe man ihr ein Stück Land gekauft, sagten Michael Weber und Jutta Hautmann. Dass dies kein Scherz ist, bewiesen sie ihr mit der Übergabe der offiziellen Urkunde. „Das Land gehört Ihnen, es ist nicht groß, aber es reicht für eine Picknickdecke“, so Weber. Sichtlich gerührt nahm Kathrin Hörmann-Lösch dieses Geschenk entgegen. Das Stück Land gehört zu einem Naturschutzprojekt in Schottland.

Sie bedankte sich bei allen Wegbegleitern und zeigte sich beeindruckt von der großen Zahl derer, die sich Zeit genommen hatten, um zu ihrer offiziellen Verabschiedung zu kommen. „Wenn ich auf 16 Jahre Schulleitung zurückblicke, erinnere ich mich an viele schöne Stunden und Erlebnisse. Ich habe diese Schule übernommen, da war sie gerade fünf Jahre alt, jetzt ist sie 21 Jahre alt.“. Die Erfolge ihrer Schüler in den vergangenen Jahren haben sie sehr beeindruckt, sagte Hörmann-Lösch. „Es ist eindrucksvoll, welche Wege sie gegangen sind“. Bei allen Herausforderungen der vergangenen Jahre sei es trotzdem immer gelungen, die Schülerinnen und Schüler zu fordern und zu fördern. Etwa 50 Prozent der Jugendlichen engagieren sich auch außerhalb des regulären Unterrichts in Arbeitsgruppen oder im Wahlunterricht. Dazu unterstützt die Schule soziale Projekte in Sri Lanka und Bolivien. So wird derzeit mithilfe von Spenden eine Schule in Sri Lanka aufgebaut, die sich vor allem um die Ausbildung von Mädchen kümmern soll. „Diese Schule wird im kommenden Jahr als Gymnasium Raubling dort ihre Arbeit aufnehmen. Ich brauche Ihnen sicherlich nicht zu sagen, wo Sie mich nächstes Jahr im August finden“, sagte Hörmann-Lösch lachend.

Sie dankte allen Wegbegleitern für die vergangenen Jahre und wünschte dem Gymnasium Raubling für die Zukunft alles Gute. „Diese Schule soll ein Ort bleiben, zu der Schüler und Lehrer gern kommen“, so Hörmann-Lösch.

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