Bad Aibling: Keine Chance gegen Wasserburg

Firegirls verlieren ihr Heimspiel in der Basketball-Bundesliga mit 63:77

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Bad Aibling – Sie hatten sich so viel vorgenommen – und bekamen gleich zu Beginn komplett den Zahn gezogen. Die Damen von den TuS Bad Aibling FIREBALLS  mussten sich am Samstagabend gegen die Favoritinnen aus Wasserburg deutlich mit 63:77 geschlagen geben. Und auch neutrale Beobachter erkannten an diesem Spieltag: Die Firegirls hatten im gesamten Spiel nie eine echte Chance auf den Sieg.

Man muss schon gut drauf sein, um aus dieser Begegnung noch einige positive Erkenntnisse zu gewinnen. Ciara Iglehart ist so ein Mensch. Die Trainerin der Aiblinger Basketball-Bundesligadamen sagt nach dem Derby am Samstagabend: „Wasserburg war einfach in allen Belangen besser. Wir werden uns Videos vom Spiel anschauen, Fehler analysieren, daraus lernen, hart arbeiten und im nächsten Spiel dann vieles besser machen.“

Sie hat bestimmt Recht. Denn schon zu Beginn war in der Sporthalle Bad Aibling klar, wer am Ende des Tages als Sieger vom Platz gehen wird. Die Firegirls starteten zwar mit viel Elan gegen den Favoriten, hatten dabei allerdings von Anfang an jede Menge Wurfpech. Dazu kamen Leichtsinnsfehler, die den Wasserburgerinnen bestens in die Karten spielten. Anders als die Gastgteberinnen trafen die deutschen Abo-Meisterinnen nach Belieben. Und so war es fast ei kleines Wunder, dass es nach dem ersten Viertel nur 19:16 für die Gäste vom Inn stand.

Die drehten dann in den folgenden zehn Minuten richtig auf und gewannen den zweiten Spielabschnitt mit 22:12. Aiblings Kapitänin Lena Bradaric beschönigt da nichts: „Wasserburg war von Anfang an konzentrierter. Wir haben dagegen einfach Würfe und Korbleger nicht untergebracht, haben viele Entscheidungen falsch getroffen und hatten im zweiten Viertel einen richtig Hänger.“

Das Ergebnis: Bad Aibling schlich zur Halbzeit mit 28:41 in die Kabine und rannte diesem Rückstand das ganze Spiel über hinterher. Auch im dritten Viertel gab’s noch einmal auf die Mütze – in dieser Phase spielte der TSV seine ganze Klasse aus und machte mit einem 17:19-Durchgang schließlich alles klar. Da nutzte es nichts, dass die Aiblingerinnen das letzte Viertel noch mit 25:19 für sich entscheiden konnten. Die Gäste gewährten den Hausherrinnen die Ergebniskorrektur und trabte in diesem Spielabschnitt locker aus.

Das Fazit von Lena Bradaric: „Wasserburg hat das mit seiner ganzen Erfahrung sehr abgezockt zu Ende gespielt. Wir haben meist die falschen Entscheidungen getroffen. Diesem Rückstand aus der ersten Hälfte sind wir die ganze Zeit hinterhergelaufen und konnten das nicht mehr aufholen.“

So bleibt am Ende die Erkenntnis in Bad Aibling, dass es noch viel zu tun gibt in dieser Saison und dass ein Sieg gegen Wasserburg an der Mangfall dann doch nicht zum Standardprogramm gehört. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Foto: Albert Goike

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