Bad Aibling trifft gut – Schwabing trifft besser

Fireballs verlieren ihr Heimspiel gegen den MTSV Schwabing mit 79:107

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Bad Aibling – „Hätten wir in unseren letzten Spielen solche Quoten gehabt, wäre mehr als nur ein Sieg auf unserem Konto.“ So lautete das Fazit von Coach Tobi Guggenhuber nach der 79:107 Niederlage der Herren der Fireballs Bad Aibling gegen den MTSV Schwabing. Trotz starker Wurfquote von 47 Prozent setzte es gegen die Münchner eine herbe Niederlage, da diese mit 57 Prozent aus dem Feld einen Sahnetag erwischten.

Der Gegner aus der Landeshauptstadt trat mit einem groß aufgestellten Team an und bot gleich mehrere Spieler jenseits der Zwei-Meter-Marke auf. So lautete das klare Motto für die Fireballs: In der Offensive schnell spielen und defensiv verhindern, dass Schwabing den Ball unter den Korb bekommt. Es entwickelte sich zu Beginn ein Spiel auf Augenhöhe, den Gästen gelang es, die körperliche Überlegenheit auszuspielen, Bad Aibling konnte durch einen gut aufgelegten Simon Bradaric mithalten. Beim Stand von 11:12 nach fünf gespielten Minuten entglitt der Heimmannschaft das Spiel. Durch einen 18:6-Lauf, eingeleitet vom starken Nick Freer, konnten die Schwabinger sich bereits zum ersten Viertel mit 17:30 absetzen.

Auch im zweiten Spielabschnitt bot sich den Zuschauern im Aiblinger Sportpark ein ähnliches Bild. Der MTSV blieb seinem Spielstil treu, verwandelte schon fast erschreckend sicher die kreierten Würfe, wohingegen die Aiblinger sich einfache Ballverluste erlaubten und sich so bei einer erfolgreichen Aufholjagd selbst im Weg standen. Die Gäste nutzten diese Phase eiskalt aus und konnten zur Halbzeit den Vorsprung auf 20 Punkte ausbauen (33:53).

Doch der Aufsteiger kam gut aus der Kabine und zwang Coach Robby Scheinberg nach einem starken 13:5-Lauf zu einer schnellen Auszeit. Allen voran Mio Mirceta bereitete den Münchnern Probleme, doch das routinierte Team konterte nach einem unsportlichen Foul von Marco Hack Vázquez mit einem Lauf von neun Punkten in Folge und stellte damit wieder einen 21-Punkte-Abstand her. In dieser Phase zeigte sich die Abgeklärtheit der Gäste, sowie auf Aiblinger Seite die fehlende Erfahrung in Deutschlands höchster Amateurspielklasse. So ging es mit einem 61:78 aus Aiblinger Sicht in das letzte Viertel.

Hier zeigte nun Joshua Obiesi, Nummer 28 in der Europa-Rangliste des Jahrgangs 2000, sein ganzes Können. Der athletische Flügel war von den Aiblinger beim Zug zum Korb nicht ohne Foul zu stoppen, brachte aber ebenso den Ball hinter der Dreipunktelinie mit beachtlicher Präzision im Korb unter. So gelang es Aibling nicht, den Abstand noch einmal zu verkürzen und musste sich am Ende mit 79:107 geschlagen geben.

„Wir haben im Endeffekt viel richtig gemacht, aber eben nicht alles. Wäre unsere Wurfquote immer so wie heute, müssten wir uns keine Gedanken machen. Schwabing war heute aber einfach zu stark, sie haben ihre Würfe sicher verwandelt und die Präsenz unter dem Korb stark ausgespielt. Wir müssen aus dieser Partie vieles mitnehmen und die Intensität ins Training übernehmen. Nächste Woche kommt es zum Derby gegen Rosenheim, darauf konzentrieren wir uns jetzt“, sagte Kapitän Simon Bradaric nach dem Spiel.

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