Rosenheim: Polizeieinsatz wegen Kindern im Gleis

Strecke war gestern 40 Minuten lang gesperrt - Bundespolizei warnt: Gleise sind kein Abenteuerspielplatz!

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Rosenheim – Ein Aufenthalt im Bahngleis ist bekanntermaßen lebensgefährlich. Trotzdem riskieren Kinder und Jugendliche dort immer wieder ihr Leben. Erst am gestern hat die Bundespolizei fünf Teenager auf dem Gelände der Rosenheimer Bahnanlagen in Gewahrsam genommen. Offenbar waren sich die zwei Jungen und drei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren der Gefahren auf den Gleisen nicht bewusst.

Bereits am letzten Schultag vor den Herbstferien hatten Kinder im Gleisbereich zu Behinderungen im Zugverkehr geführt. Für die Absuche durch die alarmierten Bundespolizisten musste die Bahnstrecke Rosenheim – Großkarolinenfeld etwa 40 Minuten gesperrt werden. Davon waren rund 30 Züge betroffen, die sich verspäteten oder zum Teil ausfielen.

Die Bundespolizei weist eindringlich auf die Gefahren hin, die auf Bahnanlagen lauern. Man könne die Züge nicht hören, merke nicht, ob beispielsweise ein Güterzug herangerast komme. Teilweise würden die Züge mit Geschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern fahren und extreme Sogwirkungen auslösen. Ganz plötzlich sei ein Zug da und der Triebfahrzeugführer habe keine Möglichkeit auszuweichen. Außerdem bräuchten Züge aufgrund ihrer enorm langen Bremswege bis zu 1.000 Meter, ehe sie zum Stehen kommen. Daher warnt die Bundespolizei: „Schienen sind kein Abenteuerspielplatz. Bahnanlagen sind tabu!“

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