Rosenheim: Tumorerkrankungen besser behandeln

Chirurgen im RoMed-Klinikum messen Durchblutung mit fluoreszierendem Laserverfahren

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Rosenheim – Wie viel muss entfernt werden, was kann erhalten bleiben? Diese zentrale Abwägungsfrage in der Tumorchirurgie beantworten Experten der RoMed Rosenheim jetzt mit hochmoderner Lasertechnik: Die neue Technologie stellt während des Eingriffs die kapillare Durchblutung des Operationsgebiets in Echtzeit optisch dar. So können Chirurgen besser und zuverlässiger entscheiden, welches Gewebe erhalten bleiben kann.

 

Ein neuartiges Gerät kommt jetzt an der Klinik für Allgemein-, Gefäß-, und Thoraxchirurgie des RoMed Klinikums Rosenheim bei offenen und minimalinvasiven Eingriffen zum Einsatz: Patienten erhalten während der Operation einen fluoreszierenden Farbstoff verabreicht, der sich mit dem Bluteiweiß verbindet. Ein Infrarotlaser macht diese Verbindung sichtbar. Auf diese Weise erhalten die Chirurgen detaillierte Live-Informationen zur Durchblutung des Gewebes.

 

Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß-, und Thoraxchirurgie am RoMed Klinikum Rosenheim, erläutert: „Mit der neuen Technologie können wir deutlich präziser arbeiten und so das Ergebnis für unsere Patienten verbesssern.“ Das ist zum Beispiel bei Tumoroperationen am Darm oder der Speiseröhre entscheidend für die Heilung und die spätere Lebensqualität des Patienten. „Wir konnten bereits eigene Ergebnisse der Nahtheilung durch die Überprüfung der Durchblutung verbessern“, so Prof. Dr. Nowak weiter. Mehrfach konnten nationale und internationale Studien jüngst eine Senkung der Komplikationsrate durch den Einsatz der Laserfluoreszenz bei minimalinvasiven und offenen chirurgischen Verfahren zeigen.

 

Prof. Dr. Nowak ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der intraoperativen Fluoreszenzbildgebung und hat das Verfahren nun auch in Rosenheim etabliert. Das RoMed Klinikum Rosenheim bildet hier eine Vorreiterrolle im Bereich der intraoperativen Bildgebung für mehrere Operationsbereiche.

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