Rosenheim: Gestern Sieg Nummer zehn

Starbulls gewinnen gegen die Lindau Islanders mit 4:1

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Rosenheim – Auch gegen die Lindau Islanders gab’s am gestrigen Sonntagabend für die Rosenheimer Starbulls viel Grund zum Jubeln: Ein 4:1 nahm man mit, nachdem bereits das Heimspiel am Freitag mit 4:0 gegen die Höchstadt Alligators auf das Starbulls-Konto gebucht werden konnten. Punktgleich mit Peiting ist das Eishockey-Team aus Rosenheim nun Tabellen-Zweiter hinter den Regensburgern.

Zum Heimspiel gegen die Alligators:

Die Tore zum Sieg vor 2.153 Zuschauern im emilo-Stadion erzielten Dusan Frosch und Chase Witala sowie Daniel Bucheli, der nicht nur zum 1:0 traf, sondern mit einem Unterzahltor auch den Endstand von 4:0 herstellte.

Starbulls-Trainer Manuel Kofler musste – neben Tobias Draxinger – diesmal verletzungsbedingt auch auf die beiden Stürmer Michael Fröhlich und Michael Baindl und zusätzlich auf Verteidiger Florian Krumpe verzichten. Simon Heidenreich nahm daher den Verteidigungspart nehmen Manuel Neumann ein und die vierte Rosenheimer Sturmreihe setzte sich aus den etatmäßigen Verteidigern Andreas Nowak und Florian Fischer sowie dem erst jüngst für die Oberliga lizensierten Nachwuchsspieler Henry Wellhausen zusammen.

Wie schon beim am Ende mit 1:4 deutlich in die Binsen gegangenen Spiel am Freitag in Memmingen agierten die Starbulls zunächst konzentriert in der Defensive und eher kontrolliert denn euphorisch im Spiel nach vorne. Dennoch war vom ersten Anspiel an eine ganz andere Präsenz und Fokussierung spürbar als zwei Tage zuvor. Den erkennbaren Ausschlag zu Gunsten der Grün-Weißen nahm die Partie in der 12. Spielminute.

Zunächst verletzte sich Höchstadts André Lenk bei einer unglücklichen Aktion und musste vom Eis, Sekunden nach Wiederbeginn brachte Torwart Philipp Schnierstein einen wenig gefährlich anmutenden Schuss von Andreas Nowak nicht unter Kontrolle und Dusan Frosch staubte zum 1:0 ab. Und die Starbulls legten sofort nach. In Überzahl vergab Daniel Bucheli binnen weniger Sekunden gleich zweimal aus höchst aussichtsreichen Positionen, um dann doch noch erfolgreich zum 2:0 abzustauben (13.); Schnierstein hatte einen Schuss von Vitezslav Bielek abprallen lassen.

Die Alligators von der Aisch hatten – nach durchaus fragwürdig anmutenden kleinen Strafen gegen Manuel Neumann und Maximilian Vollmayer – in Überzahl durch Michal Petrak (15.) und Ondrej Nedvek (17.) gute Chancen zum Anschlusstreffer, doch Starbulls-Torwart Lukas Steinhauer parierte jeweils souverän. Auf der anderen Seite hätte Christoph Echtler nach schöner Einzelleistung fast mit einem Unterzahltreffer auf 3:0 gestellt (18.).

Auch im zweiten Drittel präsentierten sich die Hausherren von Beginn an konzentriert und engagiert – und das spiegelte sich schon rasch auf der Anzeigetafel in Form des dritten Treffers wieder. Robin Slalina zwang Torwart Schnierstein zur Reaktion, fuhr mit hohem Tempo hinter das Tor, legte perfekt zurück und Chase Witala versenkte ins offene Tor (23.). Die Starbulls hielten den Druck aufrecht – und trotzdem war mehrfach das 3:1 möglich, weil die Gäste von der Aisch einige Male geschickt konterten.

Zweimal rettete Starbulls-Keeper Steinhauer gegen den alleine vor ihm abschließenden Toptorjäger der Gäste, Vitalij Aab, bravourös – einmal sogar per Hechtsprung!

Ins Tor trafen aber erneut nur die Hausherren – und das jetzt sogar in Unterzahl: Einen schnellen Gegenstoß veredelte Daniel Bucheli unter das Tordach zum 4:0, nachdem Tom Pauker überlegt verzögert und dann den idealen Querpass gespielt hatte (32.). Fast hätte Bucheli in der fortdauernden Unterzahlsituation ein zweites Tor nachgelegt, die Scheibe prallte aber an das Lattenkreuz des Höchstadter Tores (33.).

Zu Beginn des letzten Drittels rettete erneut das Toreisen für die Gäste von der Aisch, diesmal nach einem Abschluss von Fabian Zick (42.). Dann zelebrierten die Grün-Weißen ein druckvolles Powerplay, wie man es von ihnen in dieser Spielzeit erst selten gesehen hatte.

Gleich ein halbes Dutzend Mal verhinderte Torwart Schnierstein zwischen der und 44. und 46. Spielminute den fünften Rosenheimer Treffer. Die Partie entwickelte sich nun noch zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, in dem sich jetzt beide Schlussmänner noch mehrfach auszeichneten. Lukas Steinhauer verdiente sich mit tollen Paraden gegen Markus Babinsky und Marvin Deske seinen zweiten Shutout der Saison und seinen ersten auf heimischen Eis. Gegenüber Schnierstein rettete unter anderem Sekunden vor der Schlusssirene gegen den bei Rosenheimer Unterzahl völlig frei vor ihm auftauchenden Fabian Zick bravourös.

Jetzt pausiert der Spielbetrieb in den drei höchsten deutschen Eishockey-Ligen für ein Wochenende wegen des Vier-Nationen-Turniers „Deutschland-Cup“, das zwischen 8. und 11. November in Krefeld ausgetragen wird.

Das nächste Heimspiel bestreiten die Starbulls deshalb erst am übernächsten Sonntag, 18. November. Zu Gast im emilo-Stadion sind dann die Selber Wölfe.

Am Freitag davor, dem 16. November, steht für die Grün-Weißen das oberbayerische Derby gegen den SC Riessersee im Olympia-Eissportstadion Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm.

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