Reisepass eigenhändig verlängert

Bundespolizei entlarvt Urkundenfälscher bei Kontrollen auf der A93

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A93/Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Donnerstag bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn zwei Männer festgenommen. Ein Pakistaner und ein Somalier versuchten, sich die Einreise mit gefälschten Papieren zu erschwindeln. Doch die Täuschungsversuche misslangen.

Auf Höhe Kiefersfelden stoppten Bundespolizisten einen Bus, der auf dem Weg von Italien nach Dortmund war. Bei der Überprüfung eines pakistanischen Insassen stellte sich heraus, dass in seinem Reisepass Daten verändert worden waren. Laut ersten Ermittlungen war der Pass seit über einem Jahr abgelaufen. Darauf angesprochen gab der 52-Jährige an, er sei Analphabet und habe sich von einem Landsmann helfen lassen. Anstatt sich gemeinsam um eine behördliche Verlängerung oder ein neues Dokument zu bemühen, hätte sein Bekannter die Gültigkeit des Passes einfach handschriftlich verlängert. Aufgrund der klaren Sachlage wurde der Pakistaner noch am selben Tag beim Rosenheimer Amtsgericht in einem beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro verurteilt. Da er diesen Betrag nicht aufbringen konnte, musste er ersatzweise eine 120-tägige Freiheitsstrafe antreten.

 

Auch ein somalischer Staatsangehöriger versuchte vergeblich, mit seinen Papieren die Beamten bei der Grenzkontrolle zu täuschen. Schnell entlarvten die Bundespolizisten die ausgehändigte italienische Aufenthaltserlaubnis als Fälschung. Da der Afrikaner keine weiteren Dokumente für die Einreise in die Bundesrepublik vorlegen konnte, musste er seine Reise unterbrechen und wurde zur Rosenheimer Dienststelle gebracht. Dort gab der junge Mann zunächst vor, minderjährig zu sein. Dies konnte jedoch nach Rücksprache mit dem zuständigen Jugendamt nicht bestätigt werden. Er wurde wegen Urkundenfälschung und versuchter illegaler Einreise angezeigt. Noch am Tag seiner Festnahme wurde der Somalier ins Nachbarland zurückgewiesen und den österreichischen Behörden überstellt.

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