Rosenheim: Ohne Ticket, mit Haftbefehl

Unbelehrbarer Schwarzfahrer muss über sechs Monate ins Gefängnis

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Rosenheim – Die Bundespolizei hat einen 23-Jährigen, der ohne Fahrkarte mit dem Fernzug aus Österreich unterwegs war, in Rosenheim verhaftet und am Donnerstag sogar ins Gefängnis eingeliefert. Die scheinbar drastische Maßnahme kam nicht von ungefähr: Bei dem jungen Mann handelt es sich um einen notorischen „Schwarzfahrer“. Er war in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Leistungserschleichung angezeigt worden. Selbst eine Haftstrafe, die er deswegen erst im Oktober verbüßen musste, hatte offenbar keine abschreckende Wirkung.

Nach einer Verurteilung am Amtsgericht Augsburg in diesem Sommer wurde der ungarische Staatsangehörige mit Haftbefehl gesucht. Er sollte wegen Erschleichens von Leistungen insgesamt rund 2.000 Euro in die Justizkasse einzahlen. Ersatzweise hatte das Gericht eine 77-tägige Freiheitsstrafe vorgesehen. Bei Grenzkontrollen im Eurocity verhafteten Bundespolizisten den Mann. Auch dieses Mal war er ohne gültiges Ticket unterwegs. Wie die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, hatte er erst kürzlich eine Haftstrafe wegen des gleichen Vergehens abgesessen.

Dies hat den notorischen Schwarzfahrer aber offensichtlich nicht davon abgehalten, weiterhin Züge ohne Zahlung eines Entgelts zu nutzen. Nun steht ihm ein längerer Gefängnisaufenthalt bevor. Einerseits muss er seine 77-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Andererseits wurde der Ungar im beschleunigten Verfahren zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Bundespolizisten brachten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Augsburg.

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