Landkreis: Schutz für den Kiebitz

Stabile Bestände sind das Ziel - Projektbeginn im neuen Jahr

image_pdfimage_print

Landkreis – Die sehr erfolgreichen Maßnahmen zum Schutz des Kiebitzes wird der Landkreis Rosenheim in ein BayernNetzNatur-Projekt einbringen. Daran beteiligen sich zudem die Landkreise Traunstein und Altötting. Die Kreisrätinnen und Kreisräte im Umweltausschuss und im Kreisausschuss befürworteten das Vorhaben. Projektbeginn ist der 1. Januar 2019.

Übergeordnetes Ziel des Projektes „Netzwerke für den Kiebitz“ ist es, mittelfristig stabile Kiebitzbestände in allen drei Landkreisen aufzubauen und dadurch die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu erhalten bzw. zu verbessern. Die Stelle des Projektmanagers besetzen die drei Landkreise jeweils eigenständig. Zu ihren Aufgaben gehört es, ein Netzwerk aus ehrenamtlich tätigen Betreuern aufzubauen sowie langfristig landkreisübergreifende Lebensräume für den Kiebitz zu entwickeln.

Nach der aktuellen Roten Liste und der Liste der Brutvögel Bayerns gelten Kiebitze als stark bedroht. Die Dringlichkeit von Hilfsmaßnahmen wurde in der Region längst erkannt. In den vergangenen zehn Jahren führte die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim erfolgreiche Schutzmaßnahmen durch. In mehreren Gemeinden im nördlichen Landkreis Rosenheim erfolgten Schutzmaßnahmen in 34 Teilgebieten. Mit Hilfe der örtlichen Landwirte konnten in diesem Jahr 72 Kiebitzgelege geschützt werden. 80 Brutpaare wurden beobachtet und bei Schlüpferfolg mit ihren Küken betreut. Nebenbei wurden Feldlerchen, Wachteln und andere seltene Arten gesichtet.

Das BayernNetzNatur-Projekt „Netzwerke für den Kiebitz“ hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es wird gefördert mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds in Höhe von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten sowie des Bezirks Oberbayern in Höhe von zehn Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten. Dem Landkreis Rosenheim verbleibt ein Eigenanteil von durchschnittlich rund 17.000 Euro jährlich. Zudem übernimmt der Landkreis die Abwicklung des Projekts, er beantragt die Fördermittel und bekommt sie überwiesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren