Bad Aibling: Selbst ist die Kundschaft

Neu im Prechtl-Markt - vier Self-Check-Out-Kassen zum selber Scannen und Bezahlen

image_pdfimage_print

Bad Aibling – Vier neue Mitarbeiter sind seit einigen Tagen die Hauptattraktion im Aiblinger Prechtl-Markt. Ihre Namen: Reserl, Annerl, Bonifaz und Donal. Ihre Aufgabe: Kunden mit weniger Waren den Einkauf zu erleichtern. Allerdings bestehen sie nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Metall, Holz, Glas und jeder Menge Technik. Denn die vier Neuen sind sogenannte Self-Check-Out-Kassen (SCO-Kassen), an denen die Kundschaft ihre Waren selbst einscannen und bezahlen können.

Damit die vier Kassen jedoch keine kalten technischen Geräte bleiben, wurden sie von den Mitarbeitern des Marktes auf eben diese vier erwähnten Namen getauft. Und schon wenige Tage seit ihrem Arbeitsbeginn hat sie ein Großteil der Kundschaft bereits ins Herz geschlossen. Denn hier geht es für Leute, die nur eben mal ein paar Kleinigkeiten einkaufen wollen, blitzschnell. Ware auflegen, einscannen und anschließend selbst bezahlen. Bar oder mit Karte. Bis zu 25 Produkte sind hier möglich.

Nachdem der Prechtl-Markt 2016 in Raubling solche Kassen eingeführt hat und damit nur positive Erfahrungen gemacht hat, war es für die Verantwortlichen logisch, dies auch in Bad Aibling zu tun. Verkaufsleiter Jochen Aumüller: „Gerade, wer mal schnell für die Mittagspause eine Brotzeit mitnehmen will, kann das hier ganz leicht machen, ohne an einer der üblichen Kassen vielleicht warten zu müssen.“

Wobei es hier auch eine klare Erkenntnis gibt: Kunden mit einem gut gefüllten Einkaufswagen sind an den mit Personal besetzten Kassen einfach schneller dran. „So flott wie unsere Mitarbeiter sind die Selbstbedienungs-Kassen nicht“, sagt Aumüller und widerlegt sogleich den Vorwurf, mit den neuen SCO-Kassen würde das Unternehmen Arbeitsplätze einsparen. „Das Gegenteil ist der Fall“, erzählt er. „Denn durch die SCO-Kassen wurde nur auf eine der bisherigen Kassen verzichtet. Außerdem stehen hier ebenfalls Mitarbeiter von uns, die der Kundschaft behilflich sind und die zudem den Jugendschutz beaufsichtigen.“

Dieses Thema wird bei Prechtl ganz groß geschrieben, es ist an den SCO-Kassen nämlich nicht möglich, mal schnell eine Flasche Alkohol einzuscannen. In diesem Fall gibt die Kasse den Mitarbeitern einen Hinweis, sie freizuschalten. Und die überprüfen – wie an den traditionellen Kassen auch – ob die Kundschaft tatsächlich schon 18 Jahre alt ist.

Nach dem Bezahlvorgang druckt die Kasse den Kunden dann den Beleg aus – und mit diesem gelangt man schließlich durch den Ausgang. Einfach Code lesen lassen und die Sperre öffnet sich.

Obwohl die Self-Check-Out-Kassen in Bad Aibling auch wegen des Schüler-Ansturms in der Mittagszeit installiert wurden, sind es alle Altersgruppen, die dieses Angebot gerne nutzen. Und Jochen Aumüller ist voll des Lobes über seine Kundschaft. „Es ist schön zu sehen, wie die Leute ganz unbefangen mit der neuen Technik umgehen.“ Ihren Vorteil haben alle, ob jung oder alt, hier schnell erkannt – und so werden Reserl, Annerl, Bonifaz und Donal wohl ziemlich schnell zu gewohnten und beliebten Mitarbeitern des Aiblinger Prechtl-Marktes werden. Auch wenn sie wohl an keiner Betriebsfeier teilnehmen werden …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren