Mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder

Modellversuch zu pädagogischer Qualitätsbegleitung endet, Landkreis Rosenheim führt Projekt fort

image_pdfimage_print

28 Kindertageseinrichtungen im Landkreis Rosenheim haben sich an einem Modellversuch zur pädagogischen Qualitätsbegleitung beteiligt. Nach dreieinhalb Jahren wurde im Rahmen einer Abschlussveranstaltung nun eine positive Bilanz gezogen. Aus acht von zehn Einrichtungen kam die Rückmeldung, dass die pädagogische Qualität ziemlich bzw. sehr gewonnen hat. Für den Jugendhilfeausschuss Grund genug, das Projekt im Landkreis Rosenheim nach Ende des Modellversuchs weiterzuführen.

 

Foto: Am Modellversuch, umgesetzt von Birgit Reichert (2. v. l.), beteiligten sich bisher 28 Einrichtungen

„Wir sind unserer Zeit voraus“, sagte der Leiter des Kreisjugendamtes Rosenheim Johannes Fischer. Die Qualitätsentwicklung, die im neuen Kita-Gesetz festgeschrieben werden soll, hat im Landkreis schon begonnen. „Das Weiterentwickeln von Erwachsenen nützt nichts. Die Kinder müssen sich entwickeln und da gilt es, tagtäglich den Rahmen zu stellen“, so Fischer.

 

Die immer wiederkehrende Frage nach der Qualität aus dem Blickwinkel der Kinder hatte während des Modellversuchs Birgit Reichert gestellt. Die Mitarbeiterin des Rosenheimer Kreisjugendamtes war in die Kindertageseinrichtungen gegangen um von außen hineinzuschauen. Aber nur, wenn die Teams in den Krippen, Kindergärten und Horten das freiwillig wollten. Reichert bedankte sich für die Offenheit und das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Die anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kindertageseinrichtungen nutzten die Gelegenheit, auch im Austausch mit Kolleginnen aus anderen Einrichtungen, eine persönliche Bilanz des Modellversuchs zu ziehen. Aus ihrer Sicht  konnten sie durch den Prozess der pädagogischen Qualitätsbegleitung ihre Haltung und ihr pädagogisches Handeln so verändern, dass die Kinder mehr Beteiligungsmöglichkeiten erhielten. Sie gestalten den Tagesablauf mit und übernehmen mehr Eigenverantwortung. Aber auch in den Teams verbesserte sich der Informationsaustausch. Zudem sorgte die pädagogische Qualitätsbegleitung dafür, dass man sich in den Teams traut mehr auszuprobieren.

 

Von den 28 Kindertageseinrichtungen, die bisher an dem Modellversuch teilnahmen, schlossen sieben den Prozess ab. Die übrigen 21 nehmen aktuell immer noch daran teil. Vier weitere Kindertageseinrichtungen bekundeten ihr Interesse an der pädagogischen Qualitätsbegleitung.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren