Bad Aibling: „Stolz auf unsere Stadt“

Bürgermeister Felix Schwaller zieht zum Jahresende im Stadtrat Bilanz

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Bad Aibling – Es ist Tradition im Aiblinger Stadtrat, dass am Jahresende die Sprecher der einzelnen Fraktionen ihr Résumé zum ausklingenden Jahr vortragen. Doch wieso soll man nicht einmal mit den eingefahrenen Gewohnheiten brechen? Bürgermeister Felix Schweller tat das in Absprache mit dem Stadtrat am Donnerstagabend. Nach einer fast dreistündigen öffentlichen Sitzung war er der Einzige, der Jahr 2018 Revue passieren ließ.

Und diese Ansprache wollte der Rathauschef nicht dazu benutzen, sich selbst auf die Schulter zu klopfen und auf das Geleistete in dieser Saison hinzuweisen. „Das mache ich ohnehin schon in der jährlichen Bürgerversammlung“, sagte er. Schwaller war es viel wichtiger, den vielen Menschen in der Stadt seinen Dank auszusprechen, die sich tagtäglich sehr engagiert und oft ehrenamtlich für ein gutes Zusammenleben einbringen. Dabei ließ er so gut wie niemanden aus. Felix Schwaller erwähnte natürlich die vielen aktiven Vereinsmitglieder, die Leute der Feuerwehr und der Polizei, die Verwaltungsmitarbeiter, sowie die Pfarer der beiden Konfessionen, die in Bad Aibling beispielhaft harmonieren.

Allerdings vermied er es auch nicht, auf gesellschaftliche Veränderungen hinzuweisen, die ihm Sorge bereiten. „Mich bewegt da vieles. Die immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich, die Umverteilung zu Lasten der Ärmeren. Sorge macht mir auch der Umgang mit anderen Menschen.“

Allerdings sieht er in dieser Beziehung auch Positives. Explizit nannte er die Veranstaltung „Aibling zeigt Gesicht“ am 30. September. „Hier zeigte sich das wahre Bad Aibling.“ An diesem Tag standen 1000 Bürger zusammen und demonstrierten für gemeinsame Werte, für Zusammenhalt statt Spaltung. Schwaller meinte zufrieden: „Bei uns klappt so was.“

Doch er mahnte auch: „Gerade aber, weil der Keim für rechtes Gedankengut in Teilen der Gesellschaft vorhanden ist, wird eine Veranstaltungsreihe wie die Max-Mannheimer-Kulturtage so wichtig.“ Die 2. Max-Mannheimer-Kulturtage beginnen am 26. Januar und setzen sich mit vielen Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen, Theater mit dem Nationalsozialismus auseinander. „Die Menschen sollen stets erinnert werden“, sagte der Bürgermeister.

Mit Stolz verwies er auch auf die Veranstaltungen in der Stadt. „Die sind in Qualität und Anzahl kaum zu steigern.“ Besonders erwähnenswert: Der Kultursonderpreis des Landkreises, der in diesem Jahr für das Kabarettprojekt „Varieté Divinitas“ des Jugendkulturzentrums Mosaik vergeben wurde. „Doch auch das Musical ,Anatevka‘ des Gymnasiums war eine schauspielerische Glanzleistung“, merkte Schwaller an. Ohnehin seien so viele Veranstaltungen einen Besuch wert. „Das Konzert des Joseph-Haas-Chors, das Adventssingen oder ein Auftritt der „Krassen Band“, die Schulband der heilpädagogischen Raphael-Schule, um nur einige zu nennen. Denn dort wo die Sprache endet, macht die Musik weiter. Wir können stolz auf unsere Stadt sein!“

 

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