Update zum Bahnunfall in Fürstätt

Peugeot verfing sich auf dem Gleisbett und war zwischen den geschlossenen Schranken gefangen

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Rosenheim – Wie bereits heute Morgen berichtet, krachte es am Bahnübergang Fürstätt. Ein Auto kollidierte dabei mit einem Zug. Die Polizei teilt dazu nun Folgendes zum genauen Unfallhergang mit: Heute gegen 7.45 Uhr befuhr ein 21-jähriger Rosenheimer die Straße „Fürstätt“ im Stadtgebiet von Rosenheim. Die Bahnstrecke Holzkirchen – Rosenheim quert die Straße „Fürstätt“, der Bahnübergang ist mittels Schranke, akustischem Warnsignal und Lichtsignalanlage gesichert. 

Trotz der sich senkenden Bahnschranken fuhr der Rosenheimer in den Bahnkörper ein und sein Peugeot verfing sich im Bereich der Gleise sowie dem Gleisbett. Die Schranken schlossen sich nun aber weiter und der Pkw-Fahrer war auf den Bahnkörper in beiden Fahrtrichtungen eingesperrt.

Der Autofahrer erkannte kurz darauf den sich annähernden Regionalzug und versuchte noch, seinen Pkw zurückzusetzen und so einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Auch der Triebwagenführer sah den Pkw auf den Gleisen und leitete ein Notbremsmanöver ein. Der Peugeot konnte vom Rosenheimer nur noch ein kleines Stück zurückgefahren werden und der Triebwagen stieß frontal gegen den vorderen Fahrzeugbereich des Peugeot.

Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Pkw aus dem Gleiskörper geschleudert, der sich noch immer auf dem Fahrersitz seines Autos befindliche Rosenheimer wurde durch den Aufprall nicht verletzt. Am Peugeot entstand ein Schaden von rund 2000 Euro.

Der Regionalzug wurde im Bereich der Achsaufhängung stark beschädigt, eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 20.000 Euro. Fahrgäste sowie der Triebwagenführer wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr Rosenheim sowie die Bundespolizei unterstützten bei den Bergungs- und Verkehrsmaßnahmen.

Die rund 300 Fahrgäste aus dem Zug wurden durch die Rosenheimer Feuerwehr unter Einbindung des Notfallmanagers der Deutschen Bahn nach und nach zu den jeweiligen Anschlussbahnhöfen gefahren. Nach ersten Ermittlungen vor Ort, ist ein technischer Defekt der Schrankenanlage wohl auszuschließen.

Warum der Fahrer in den Gleisbereich einfuhr, obwohl sich die Schranken bereits senkten, muss noch ermittelt werden. Gegen den Fahrer wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

 

 

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