Bad Aibling: Sensationssieg gegen Ansbach

Gelungener Start ins neue Jahr - stark dezimierte Fireballs ringen den Favoriten nieder

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Bad Aibling – Die Herren der Fireballs Bad Aibling sind furios in das Jahr 2019 gestartet. Mit nur sieben Spielern gegen die in Bestbesetzung angereisten Gegner angetreten, wuchsen die Kurstädter über sich hinaus und konnten sich überraschend mit 77:74 gegen die Ansbach Piranhas durchsetzen.

Nach den Ausfällen von Manuel Hack Vázquez, Miodrag Mirceta und Johannes Wießnet verpasste auch Steffen Lautner verletzungsbedingt das erste Spiel der Rückrunde, woraufhin die Fireballs zu siebt gegen die Ansbacher antraten. Doch gleich in den ersten Minuten zeigte der dezimierte Aufsteiger, dass sie heute keineswegs als Punktelieferant gelten wollten. Mit einem 7:2 Lauf zwangen die Aiblinger Gästecoach Ides zu einer ersten Auszeit. Die Ansbacher traten nun mit einer anderen Körpersprache auf und gingen zum Ende des ersten Viertels mit 20:18 in Führung.

Die Mittelfranken kamen besser in die Partie, allen voran am offensiven Brett konnten die großen Spieler um Walter Simon, Steven Ward und dem athletischen Paul Nzeocha oftmals die zweiten Chancen verwerten. Die Aiblinger hingegen suchten ihr Glück weiterhin an der Dreipunktelinie, konnten jedoch die akzeptable Quote aus dem ersten Abschnitt nicht aufrecht erhalten. Mit einem 29:37 Rückstand gingen die Teams zur Halbzeit in die Kabine.

Wer nun im Sportpark dachte, dass die kleine Rotation der Aiblinger sich hängen ließ, wurde eines Besseren belehrt. Allen voran in der Defensive zeigten die in größentechnischer Hinsicht unterlegenen Mangfallstädter eine großartige kämpferische Leistung. Die Fireballs verteidigten den eigenen Korb geschlossen als Team, vorne belohnten vor allem Kapitän Simon Bradaric und die beiden Hack Vázquez – Brüder den hinten gezeigten Einsatz. Die Gäste spielten ebenfalls mit all ihrer Erfahrung weiterhin solide, sodass Aibling zwar bis auf vier Punkte heran kam, sie jedoch mit einem 55:59 Rückstand in die letzten zehn Minuten gingen.

Diese begann die Heimmannschaft mit einem 6-0 Lauf, der Aiblinger erstmals seit dem ersten Viertel die Führung brachte. Die Kurstädter drückten in der Offensive dem Spiel ihren Stempel auf, gingen hart zum Korb, um dann mit einem Pass nach außen von dort den Ball im Netz unterzubringen. Die Aufbauspieler Bradaric (17 Punkte, 7 Assists) und Nimphius (3 Punkte, 4 Assists) verteilten den Ball hervorragend an die Schützen, welche sich nicht bitten ließen: 49 Drei-Punkte-Würfe nahmen die Aiblinger im ersten Rückrundenspiel, Marco (25 Punkte, 6 Dreier) und Mario Hack Vázquez (18 Punkte, 4 Dreier) eroberten ein ums andere Mal die Führung für die Hausherren. In der Defensive verteidigten die Kurstädter intensiv, Ansbach konnte im letzten Viertel nur einen Korberfolg aus dem Feld vorweisen. Doch von der Freiwurflinie waren die Gäste nervenstark und verwandelten von dort alle Versuche. Drei Minuten vor Ende verletzte sich Dennis Nimphius, Simon Bradaric musste kurz darauf aufgrund von fünf persönlichen Fouls ebenfalls Platz auf der Bank nehmen, aber Topscorer Marco Hack Vázquez machte mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 77:74 Endstand fünf Sekunden vor Schluss den Deckel drauf.

„Das war heute eine überragende Mannschaftsleistung. Wir haben sehr stark verteidigt und in der Offensive vor allem in der zweiten Halbzeit unser Spiel gespielt, wichtige Würfe getroffen und nun auch einmal in der entscheidenden Phase des Spiels unsere Freiwürfe getroffen. Zuhause zu siebt gegen einen starken Gegner so ein Spiel zu gewinnen, zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Team. Unsere Fans, die heute trotz der Wetterbedingungen zahlreich in die Halle gefunden haben, waren eine riesige Unterstützung. Nächste Woche im Derby gegen Rosenheim wollen wir an diese Leistung anknüpfen und einen entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt machen“, sagte Coach Tobi Guggenhuber nach der Partie.

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Ein Gedanke zu „Bad Aibling: Sensationssieg gegen Ansbach

  1. Düsseldorfer

    Die glorreichen 7

    Das war eine Werbung für den Basketball.
    Schöner geht es fast nicht!

    Antworten