A93: Mit gefälschten Papieren von Spanien bis Deutschland

Iraner geben sich als Serben aus – Schleusertour für 10.000 Euro

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Inntalautobahn – Am Montag hat die Bundespolizei auf der A93 zwei Busreisende festgenommen. Offenbar hatten die Eheleute eine langwierige Schleusertour hinter sich, für die sie tausende Euro zahlen mussten. Die letzte Etappe ihrer Reise begann in Spanien. Sie waren mit gefälschten Papieren unterwegs. Ihr Versuch, sich die Einreise nach Deutschland auf diese Weise zu erschwindeln, misslang bei den Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze.

Auf Höhe Kiefersfelden stoppten Bundespolizisten den Bus, der von Barcelona nach München unterwegs war. Bei der Überprüfung von zwei angeblich serbischen Insassen stellte sich schnell heraus, dass deren Ausweise gefälscht waren. Im Gepäck wurde zudem ein rumänischer Pass gefunden. Dabei handelte es sich ebenfalls um eine „glatte Fälschung“. Laut ersten Aussagen stamme das Pärchen tatsächlich aus dem Iran. Insgesamt 10.000 Euro hätten die Iraner für ihre organisierte Schleusung nach Europa gezahlt. Die falschen Dokumente wären ihnen auf einem „griechischen Markt“ für jeweils bis zu 1.000 Euro angeboten worden.

Da das Ehepaar bei der Kontrolle der Bundespolizei die gefälschten Ausweise vorgelegt hatte, wurden sie wegen Urkundenfälschung und versuchter illegaler Einreise angezeigt. Da sie ein Schutzersuchen geäußert hatten, sind sie vorerst an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet worden. Für die anstehenden Strafverfahren mussten die iranischen Staatsangehörigen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorab insgesamt 500 Euro als Sicherheit hinterlegen.

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