Landkreis: „Schluss mit Pestiziden in Naturschutzgebieten”

MdL Claudia Köhler von den Grünen rügt mangelhafte Antwort auf Anfrage nach Pestiziden - unklare Gesetzeslage

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Landkreis – Eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Claudia Köhler (Die Grünen) für ihre Betreuungsstimmkreise Landkreis München, Landkreis Rosenheim und Landkreis Eichstätt zeigt, dass selbst Naturschutzgebiete in Bayern vor dem Einsatz von Pestiziden nicht sicher sind. Eigentlich sollte diese höchste Schutzkategorie des Naturschutzrechtes die Artenvielfalt sichern.

Aber in einigen Naturschutzgebieten Bayerns ist der Einsatz nicht in den Verordnungen verboten, so z.B. im „Naturschutzgebiet Vogelfreistätte südlich der Fischteiche der mittleren Isar“ im Landkreis München, im „Naturschutzgebiet Fraunöder Filz“, „Naturschutzgebiet Kühwampenmoor“, „Naturschutzgebiet Murner Filz“ und „Naturschutzgebiet Irlhamer Moos“ im Landkreis Rosenheim sowie im „Naturschutzgebiet Gungoldinger Wacholderheide“ und „Naturschutzgebiet Trockenhänge bei Dollnstein“ im Landkreis Eichstätt.

Die anderen Naturschutzgebietsverordnungen der Landkreise München, Rosenheim und Eichstätt enthalten differenzierte Verbote, aber teilweise auch Ausnahmeregelungen. Über den Einsatz und die Art von Pestiziden liegen keine Informationen vor. „So eine Antwort finde ich ungenügend“, rügt die Abgeordnete. „Die Staatsregierung müsste doch wissen, ob und wieviel Pestizide eingesetzt werden – in einem Naturschutzgebiet! Dort gehören Pestizide grundsätzlich verboten. Dies zeigt wieder einmal, dass das bayerische Naturschutzrecht bedenkliche Lücken hat und dringend ergänzt werden muss. Höchste Zeit, das Volksbegehren „Rettet die Bienen –  Artenvielfalt“ mit der Eintragungsfrist ab Donnerstag 31.1. zu unterstützen, damit auch im Bayerischen Naturschutzgesetz der Einsatz bzw. der Nichteinsatz von Pestiziden verankert wird.“

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