Rosenheim: Harald Lesch zu Gast

Nächste Woche beim Kongress zu Klimawandel und Energiewende an der TH Rosenheim

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Rosenheim – In Deutschland sind die Anzeichen des Klimawandels deutlich spürbar. Veränderte Niederschlags- und Temperaturverteilungen, Bodentrockenheit, stark variierende Wasserpegel – die Vorboten sind teils alarmierend. Die Technische Hochschule Rosenheim organisiert nun in der nächsten Woche – am 15. und 16. Februar – einen zweitägigen, öffentlichen Kongress zum Klimawandel und zur Energiewende. Hoch karätig besetzt: Zu Gast ist unter anderen der renommierte und bekannte Physiker, Fernsehmoderator und Hochschullehrer Prof. Dr. Harald Lesch.

Zusammen mit der Initiative Energiezukunft Rosenheim (ezro), dem Rosenheimer Solarförderverein (rosolar), der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lädt die Hochschule ein …

„Selbst nach dem trockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung, obwohl Gletscher schmelzen, Wälder und Städte abfackeln, andere in Starkregen und Stürmen absaufen, ignorieren viele unserer Zeitgenossen das Thema Klimawandel“, mahnt Harald Lesch.

Der 58-Jährige möchte deshalb am Freitag, 15. Februar, ab 19.30 Uhr mit einem Festvortrag im Rahmen des Kongresses wachrütteln. Mit dem bewusst provokant gewählten Titel „Lass mich doch in Ruh‘ mit deinem … Klimawandel“ will Lesch an dem Tag nicht nur genauer hinschauen, sondern auch den ein oder anderen Klimaskeptiker vom Gegenteil überzeugen.

Drei Kernfragen stehen im Mittelpunkt des hochkarätig besetzten Kongresses an der Technischen Hochschule Rosenheim, der zugleich die 26. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer und Österreichischer Solarinitiativen (ABSI) ist:

Der erste Kongresstag (Freitag) widmet sich den Fragen „Warum besteht Handlungsbedarf?“ und „Wo müssen wir hin?“. Unter anderem der Gletscherforscher Prof. Dr. Georg Kaser, einer der einflussreichsten Klimaforscher weltweit und Ex-Leitautor des Weltklimarats der Vereinten Nationen, der Biogeochemiker Prof. Dr. Wolfgang Seiler, einer der am häufigsten zitierten Experten im Bereich Geowissenschaften, sowie Prof. Dr. Bruno Burger vom Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme und Prof. Dr. Volker Quaschning von der HTW Berlin werden ihre Antworten auf diese drängenden Fragen präsentieren. Die deutschlandweit wie international profilierten Forscher stehen Medienvertretern auch für Kamingespräche über die Energiewende zur Verfügung.

Vorträge aus der Praxis zeigen dann am zweiten Tag (Samstag), wie vor Ort der Energiewende zum Durchbruch verholfen werden kann – als Beantwortung der Frage „Wie pack ma‘s?“. Den Abschlussvortrag hält der bekannte Extremkletterer Alexander Huber von den Huberbuam, der äußerst authentisch über seine Wahrnehmung des Klimawandels berichten wird.

Der Kongress der etwa 200 Bayerischen und Österreichischen Solarinitiativen findet dieses Jahr erstmals in Rosenheim statt. Die Veranstaltung dient der Vernetzung der Vereine und deren Akteurinnen und Akteure, dem Informationsaustausch und der Beschlussfassung gemeinsamer Aktivitäten.

Dabei geht es schon seit Jahren nicht mehr einzig um Solarenergie, sondern um alle Prozesse des ökologischen Umbaus der Energieversorgung einschließlich Wärme und Mobilität. Betrachtet werden alle Themen der Energiegewinnung, ebenso wie der effiziente Umgang mit Energie. Im Fokus stehen hierbei nicht nur neue technologische sondern auch gesellschaftliche und politische Entwicklungen.

Foto: Hochschule Rosenheim

 

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