Ohne Fahrkarte, aber mit fünf Jacken

Gestern am Bahnhof in Rosenheim: Mann aus Syrien kassierte zwei Strafanzeigen

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Rosenheim – Nach Ankunft der Regionalbahn am Rosenheimer Bahnhof standen sowohl die verständigte Bundespolizei, als auch ein hinzugezogener Rettungsdienst schon bereit: Am gestrigen Montag hat ein Syrer in einem Zug zwischen Mühldorf und Rosenheim gleich zwei Strafanzeigen kassiert. Es geht um Leistungserschleichung und Diebstahl …

Ein Mann, dem bei der Fahrscheinkontrolle immer wieder die Augen zugefallen waren – so die Polizei heute – hatte auf den Zugführer zunächst einen hilflosen Eindruck gemacht. Dem ersten Anschein nach war er während der Fahrt nicht ansprechbar. Als ihn die Bundespolizisten in Rosenheim befragten, konnte er sich wieder einigermaßen artikulieren. Gegenüber den Rettungssanitätern, die keine Verletzungen feststellen konnten, gab er an, eigentlich auch gar keine Beschwerden zu haben.

Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge wollte sich der Mann, der keine Fahrkarte hatte, schlicht den Fahrpreis sparen und hatte offenbar deshalb bei der Kontrolle im Zug Benommenheit vorgetäuscht.

Statt eines Fahrscheins führte der mutmaßliche „Schwarzfahrer“ hingegen fünf neuwertige Jacken mit. Die Kleidungsgegenstände waren sogar so neu, dass noch das jeweilige Preisschild daran hing. Einen Beleg für deren Kauf hatte der Mann ebenso wenig wie Barmittel.

Mithilfe der Etiketten konnten die Rosenheimer Bundespolizisten rasch klären, dass die Jacken im Wert von mehreren hundert Euro aus einem Modehaus in Burgkirchen abhanden gekommen waren. Nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen konnte der 25-Jährige, der über eine Aufenthaltserlaubnis verfügt und im Landkreis Altötting gemeldet ist, aus dem Gewahrsam der Bundespolizei wieder entlassen werden. Die zuständige Polizeiinspektion in Burghausen hat die weiteren Ermittlungen wegen Diebstahls übernommen.

 

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