Bad Aibling: „Wie eine neue Meisterschaft”

Lena Bradaric und Lindsay Sherbert halten die Deutsche Basketball Akademie weiter auf Erfolgskurs

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Bad Aibling – Volle Kraft voraus! Nachdem die Bundesliga-Damenmannschaft der TBA Bad Aibling Fireballs am Ende des vergangenen Jahres den Spielbetrieb einstellen musste, hatten Spielführerin Lena Bradaric (r.) und Top-Scorerin Lindsay Sherbert (l.) genau zwei Optionen: Entweder jammern und klagen oder die Situation als echte Chance und Herausforderung annehmen. Die beiden Ausnahme-Basketballerinnen entschieden sich natürlich für Letzteres und widmen sich nun Full-Time der Deutschen Basketball Akademie (DBA).

„Nach dem Ende unserer Bundesligamannschaft gab es für uns beide zwar ziemlich schnell Angebote von anderen Vereinen”, erzählt Lindsay Sherbert. „Doch nach drei Wochen Abstand und Urlaub in den USA bei meiner Familie war für mich klar, dass ich unbedingt hier in Bad Aibling als Leiterin der DBA weitermachen wollte.” Dabei war für die Amerikanerin in erster Linie eines wichtig: Sie macht das nur, wenn ihr Team aus Menschen mit ebenso großer Leidenschaft für den Sport besteht – so wie Lena Bradaric. Für die war das allerdings ganz schnell klar. Selbstverständlich hatte auch sie Lust darauf, sich der DBA nun in Vollzeit zu widmen. „Für uns ist das wie eine neue Meisterschaft”, sagt sie und ergänzt: „Die wollen wir unbedingt gewinnen.”

Das Mehr an Zeit kommt selbstverständlich den wichtigsten Menschen der DBA zugute: den Kindern und Jugendlichen. „Wir haben jetzt viel mehr Zeit fürs Coaching, können am Wochenende zu den Spielen der einzelnen Teams fahren und unsere Schützlinge live im Match beobachten”, erzählt Lena. „Zu Bundesligazeiten war das schwer möglich, da wir fast immer auch selbst gespielt haben.”

Doch nicht nur aktive Nachwuchssportler, die selbst in diversen Mannschaften mitspielen, sind bei der DBA willkommen. „We train all …” lautet der Slogan und das setzen die beiden Leiterinnen und ihr Team auch in der Praxis um. Lindsay Sherbert: „Wir haben für alle Teilnehmer das passende Konzept. Wichtig ist nur, dass sie gerne Sport machen.” So bietet die DBA beispielsweise den Mix aus Schule und Training an, bei dem die Schüler einerseits im „Dietrich Bonhoeffer Bildungs Camp” (DBBC) Schulunterricht bekommen und zusätzlich genau das perfekt auf sie zugeschnittene Training erfahren. Die Jugendlichen können zwischen Mittel-, Real- oder Fachoberschule wählen und im Sport zwischen Individual-Basketball- und Athletik-Training – oder aus einer Kombination aus beidem.

Zusätzlich gibt es auf der DBA für Kids, die hier nicht zur Schule gehen wollen, ebenfalls individuelle Trainingsstunden. Hier gibt’s verschiedene Einheiten für Nachwuchsspieler aus jeglichen Vereinen oder für Sportler, die noch in gar keinem Club sind. Tatsächlich geht hier alles. Lena Bradaric erklärt die Philosophie ihrer Basketball-Akademie so: „Mit der DBA wollen wir unter anderem Mädchen und Jungs die Möglichkeit geben, Sport mit Schule optimal zu vereinen. Das habe ich mir selbst früher immer gewünscht.”

Selbstverständlich sind auch Kids, die eine Basketball-Karriere anstreben, bei der DBA bestens aufgehoben. Sie profitieren vor allem von den internationalen Kontakten von Lena und Lindsay. „Jungen Talenten tut es unheimlich gut, wenn sie mal für einige Wochen oder Monate in den USA spielen und trainieren können”, sagen sie. „Das haben wir schon ein paar Mal möglich gemacht, und das soll in Zukunft noch mehr Bedeutung bekommen.”

Dass das Konzept immer besser ankommt, zeigen die steigenden Zahlen: Inzwischen haben sich schon 23 Schülerinnen und Schüler für das Schul-und-Sport-Konzept entschieden, das Individual-Training am Nachmittag nutzen bereits 24 junge Sportler. Sie wissen, dass bei der DBA keine Einheiten einfach nur abgearbeitet werden, sondern dass sie bei allem die beste Qualität bekommen. Lindsay Sherbert: „Für uns ist es wichtig, dass jeder die für ihn optimale Betreuung erhält.” In der Praxis sieht das so aus, dass sich beispielsweise drei Trainer um sieben Kinder kümmern. „Oft sind bei den Kids die Unterschiede der einzelnen Fähigkeiten so groß, dass wir sie leistungsgemäß in sehr kleine Gruppen stecken, in denen sie dann mit anderen auf ihrem Level trainieren können”, sagt Lena Bradaric. Bei ihrer Arbeit werden sie unterstützt von Simon Bradaric und Mario Hack-Vasquez, beides Regionalligaspieler der TBA Fireballs, und von Athletik-Trainerin Navina Pertz.

Damit beide Leiterinnen auch ihren Schülern weiterhin ihr ganzes KnowHow ideal vermitteln können, bilden diese sich stets weiter. Diesen Sommer wollen die Beiden ihre B-Lizenz als Coaches machen, das ist die zweithöchste Stufe im deutschen Trainerwesen. „Wir wollen uns einfach auch selbst weiterentwickeln”, betonen beide. Das hört allerdings nicht neben dem Spielfeld auf. „Es ist faszinierend, welchen Weitblick man hier bekommt”, sagt Lena, und Lindsay schwärmt: „Als College-Trainerin in den USA hätte ich zum Beispiel nur das Training und das nächste Spiel im Sinn. Hier bei der DBA geht es auch um Kommunikation, das richtige Marketing, um Organisation und um Kontaktpflege. Jeder Tag ist sehr spannend.”

Damit sich sowohl Eltern als auch Kinder von der Arbeit der DBA überzeugen können, bietet das Basketball-Duo regelmäßige DBA Jugendcamps an, bei denen junge Sportler mit viel Einfühlungsvermögen und mit viel Spaß an das Basketball herangeführt werden. Den kompletten Einblick erhalten Interessenten vom 8. bis zum 11. Juni beim „DBA Recruiting Camp” im Sportpark Bad Aibling. Hier stehen Lena Bradaric und Lindsay Sherbert mit ihrem Team für jede Frage zur Verfügung.

Weitere Infos zur DBA gibt’s unter www.deutschebasketballakademie.de oder direkt telefonisch hier: 0151-16 53 29 77

 

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Ein Kommentar zu “Bad Aibling: „Wie eine neue Meisterschaft”

  1. Schön wenn es gepaart mit einigen älteren und jungen Nachwuchsspielerinnen in der 2.liga weitergehen würde. Fans sind genug da und das Umfeld auch.Bitte ihr Verantwortlichen macht weiter☺

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