Rosenheim: Weichen für die Zukunft gestellt

Die Frühchenstation am RoMed-Klinikum in Rosenheim ist sicher!

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Rosenheim – Eine gute Meldung zum Tagesbeginn: Die Frühchenstation am RoMed-Klinikum in Rosenheim ist sicher! Frühgeborene Kinder, „Frühchen“ genannt, sind Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden. Wie ihre Versorgung am besten sichergestellt werden kann, das wird nicht nur in Deutschland diskutiert.

Die Anforderungen, die der GBA – der sogenannte Gemeinsame Bundesausschuss als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland – zuletzt formuliert hat, sind sehr hoch und gaben Anlass zu den schlimmsten Befürchtungen …

Für jedes „Frühchen“ unter 1500 Gramm Geburtsgewicht sollte rund um die Uhr eine Kinderintensivpflegekraft da sein – und das auch, wenn es überraschend am Wochenende und in der Nacht in die Klinik kommt.

„Diese hohen Anforderungen können im Moment über 80 Prozent aller Perinatalzentren nicht erfüllen, obwohl in aktuellen Studien der deutschen Frühgeborenen-Versorgung international Spitzenqualität bescheinigt wird“, so Dr. Torsten Uhlig, Chefarzt der Rosenheimer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, heute in einer Presseerklärung der Klinik. Deshalb wolle der GBA seine Strukturvorgaben in Kürze überarbeiten. „Trotz der strengen Vorgaben ist es nur in seltenen Fällen zu Sperrungen einzelner Betten gekommen“, erklärt Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer der RoMed-Kliniken.

„In Rosenheim sind wir in der äußerst privilegierten Situation, dass wir über eigene Krankenpflegeschulen verfügen und speziell auch Kinderkrankenpflegekräfte ausbilden. Der Klinikverbund bietet neben einer Vielzahl von pädiatrischen Fortbildungen auch die fachspezifische Weiterbildung zur ,Intensivpflegekraft in der Kinderkrankenpflege‘ an. Aufgrund der hohen Weiterbildungsbereitschaft der RoMed-Pflegekräfte übertrifft die Frühchenstation bei der Intensivpflegekraft-Quote die Vorgaben des GBA fast um das Doppelte. Als attraktiver Arbeitgeber und vielfältiger Ausbildungsbetrieb sind die Weichen für die Zukunft gestellt“, sagt der Geschäftsführer.

Foto: RoMed Kliniken

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