Mit Pass des Bruders nach Deutschland

In Österreich anerkannter Flüchtling schleust Landsleute - Kontrolle auf der Inntalautobahn

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A 93 / Kiefersfelden – Bei Grenzkontrollen auf der A93 hat die Bundespolizei am Montag einen mutmaßlichen Schleuser aus dem Verkehr gezogen. Der 31-Jährige, der ursprünglich aus Syrien stammt, ist in Österreich als Flüchtling registriert. Einer seiner Begleiter wollte die Beamten mit einem fremden Ausweis täuschen. Der Versuch misslang.

In der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden wies sich der Fahrzeugführer eines in Österreich zugelassenen Wagens mit einem Flüchtlingspass aus. In seinem Auto saßen noch zwei 25 Jahre alte Männer. Wie die Bundespolizisten herausfanden, handelt es sich ebenfalls um syrische Staatsangehörige. Einer der beiden versuchte, sich die Einreise nach Deutschland mit dem Pass seines Bruders zu erschwindeln. Der andere befindet sich in Österreich offenbar gerade im Asylverfahren. Sie wurden jeweils wegen versuchter illegaler Einreise angezeigt. Zudem muss sich einer der Syrer wegen Ausweismissbrauchs verantworten. Noch am selben Tag veranlasste die Bundespolizei, dass sie Deutschland wieder zu verlassen hatten.

Der Fahrer durfte seine Reise nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen fortsetzen. Allerdings muss sich der 31-Jährige voraussichtlich schon bald auf ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern einstellen.

 

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