Wegen Vergewaltigung verurteilt

Festnahme auf der A93: Gesuchter 25-Jähriger saß in einem Reisebus aus Italien

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Inntalautobahn – Die Rosenheimer Bundespolizei hat gestern zwei Rumänen – 25 und 42 Jahre alt – festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert. Gegen den einen lag ein Haftbefehl unter anderem wegen einer Vergewaltigung vor – gegen den anderen wegen schweren Bandendiebstahls.

An der Tank- und Rastanlage Inntal-Ost überprüften die Bundespolizisten die Insassen eines in Italien zugelassenen Reisebusses. Für einen rumänischen Staatsangehörigen war mit der Grenzkontrolle das Ende der Fahrt in Richtung München vorprogrammiert. Wie die Beamten mithilfe des Polizeicomputers bemerkten, suchte die Berliner Staatsanwaltschaft nach dem flüchtigen 25-Jährigen.

Dieser war 2017 vom Landgericht Berlin wegen eines sexuellen Übergriffs, sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nachdem der Verurteilte einen Teil der Strafe verbüßt hatte, setzte er sich offenbar ab und blieb flüchtig. Mit seiner Rückreise in die Bundesrepublik sorgte er nun mehr oder weniger selbst dafür, dass die Rest-Freiheitsstrafe vollstreckt wird.

Weitere 522 Tage ins Gefängnis

Für die Dauer von über 520 Tagen muss ein anderer Rumäne in Haft. Der Mann reiste als Mitfahrer in einem Pkw mit deutschen Kennzeichen in die Bundesrepublik ein, obwohl ihm das Freizügigkeitsrecht von der zuständigen Ausländerbehörde Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) aberkannt worden war.

Dieser Rechtsverlust hatte seine Gründe: Der 42-Jährige war in der Vergangenheit wegen schweren Bandendiebstahls und wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls verurteilt worden.

Nachdem er einen Teil der Haft „hinter Schloss und Riegel abgesessen“ hatte, wurde er Anfang 2018 aus Deutschland abgeschoben. Seine Rückkehr zog die Festnahme auf der A93 nach sich.

Laut den Haftbefehlen der Staatsanwaltschaften Rottweil und Hechingen (Baden-Württemberg) hat der Rumäne den ausstehenden Rest der Freiheitsstrafen zu verbüßen. Die Bundespolizisten brachten ihn nach Bernau in die Haftanstalt, wo ihm ein etwa 17-monatiger Aufenthalt bevorsteht. Zudem wird er sich voraussichtlich wegen seines illegalen Einreiseversuchs zu verantworten haben.

 

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