Lernen von den Profis

Jugendliche der Mediengruppe aROund, einem Projekt der Kommunalen Jugendarbeit, zu Gast beim Bayerischen Rundfunk

image_pdfimage_print

München/Landkreis – Seit vergangenem Jahr gibt es die Mediengruppe aROund, ein Projekt der Kommunalen Jugendarbeit in Rosenheim. Dabei sollen Jugendliche tehoretisches Wissen über Medienberufe genau so erlangen wie das Ganze in praktischen Übungen dann zu vertiefen. Einer der bisherigen Höhepunkte des Projekts war der Besuch beim BR. Dort konnten die Jugendlichen hautnah dabei sein, wenn es heißt: „Kamera läuft!”. Hier ist der Bericht dazu, geschrieben von einem jugendlichen Mitglied des Projekts:    

300 Scheinwerfer hängen über dem Kopf von Roman Roell, wenn er die Abendschau im BR Fernsehen moderiert. Das hat uns besonders beeindruckt, als wir im Studio 3 in München Freimann zu Gast waren und bei der Live-Sendung zuschauen durften – auch wenn da nicht alle 300 Lampen eingeschaltet waren.

15 Jugendliche aus dem ganzen Landkreis waren dabei. Wir alle engagieren uns für das Medienprojekt aROund der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim. Und übrigens kann da jeder mitmachen, der zwischen 14 und 27 Jahren alt, an dem Thema interessiert ist und im Landkreis Rosenheim wohnt.

Aber nochmal zurück zum Fernsehstudio – da ist nämlich noch mehr passiert: So fand ich es zum Beispiel echt interessant, dass die Moderatoren für jede Ansage eines neuen Zuspielers ihren Platz wechseln müssen! Der Aufnahmeleiter hat dann immer laut gerufen: „Noch 2 Minuten und 10 Sekunden – als nächstes Position 2 in Kamera 1“. Dann ist Roman Roell einmal halb um den Stehtisch gelaufen, hat sich auf Position 2 gestellt und in die Kamera 1 geschaut. Nur er sieht in der Kamera übrigens den Text, den er ablesen muss. Nun hat er diesen schnell noch einmal eingeübt, bevor der Zuspieler zu Ende und er wieder live auf Sendung war.

Trotzdem ist etwas schief gegangen: Einmal wusste er nicht, welche der drei Kameras ihn gerade filmt und einmal wurde im Hintergrund das Bild des Studiogastes zu früh eingeblendet. Nach der Sendung erklärte er uns, dass so etwas kein Einzelfall wäre. Es ist halt eben eine Live-Sendung! Gerade das macht es aber auch so spannend! Sie haben uns erzählt, dass die Beiträge, die eingespielt werden, manchmal erst 5 Minuten vor der Sendung fertig werden. Da arbeiten alle unter extremem Zeitdruck.

Nach der Sendung hat Roman Roell noch voll freundlich Fragen beantwortet und lustige Sachen von seiner Arbeit verraten. Das war eigentlich das Highlight! Aber gelernt haben wir auch viel: Über Recherche-Arbeiten, Berichterstattung, Moderation und Studiotechnik.

Text von Corbinian Gräbert, 16 Jahre alt, aus Oberaudorf

Und was wir so machen findet man jetzt auch auf Instagram: #aroundrosenheim! Wer mehr wissen will, schreibt am besten eine E-Mail an die Journalistin des Projekts: anne.blume@lra-rosenheim.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren