Viel Party – wenige Ausfälle

Faschingstreiben in der Rosenheimer Innenstadt verlief weitgehend friedlich

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Rosenheim – Gestern fand das traditionelle Faschingstreiben auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim statt. Zusammen mit der Stadt Rosenheim, dem City-Management als Organisator, dem Rettungsdienst und der Polizei Rosenheim wurde die Veranstaltung vor Ort betreut. Auch drei ehrenamtliche Streifen der Rosenheimer Sicherheitswacht waren im Umfeld der Veranstaltung unterwegs. Das City-Management setzte in Absprache mit der Stadt Rosenheim einen privaten Sicherheitsdienst ein.

Bereits gegen 13.00 Uhr füllte sich der Max-Josefs-Platz mit vielen Besuchern, fast alle verkleidet in originellen Faschingskostümen und in guter Stimmung. Nach und nach kamen immer mehr Besucher, mehrere Tausend nutzten wohl auch das schöne Wetter, um zu feiern und den Fasching ausklingen zu lassen.

Gegen 18.30 Uhr konnte eine Streife der Rosenheimer Sicherheitswacht einen Mann in der sog. kleinen Fußgängerzone beobachten, wie er an einen Baum urinierte. Die Ehrenamtlichen baten den Mann, doch eine öffentliche Toilette aufzusuchen. Der sichtlich alkoholisierte 42-jährige Mann aus Rosenheim weigerte sich und fing an, die Sicherheitswacht zu beleidigen und mit übelsten Ausdrücken zu beschimpfen, daraufhin wurde die Polizei verständigt. Fast zeitgleich mit der eintreffenden Streife kam die 43-jährige Ehefrau ebenfalls vor Ort und mischte sich nun in das Geschehen ein. Das Ehepaar beleidigte die Polizeibeamten und die Sicherheitswacht und verweigerte die Herausgabe der Personalien. Nun wurden beide zur PI Rosenheim verbracht und der Mann griff plötzlich die Beamten körperlich an und ihm mussten Handschellen angelegt werden. Da er sich nicht beruhigen ließ, weiter aggressiv und gewaltbereit war, musste er die Nacht in einer Zelle verbringen.

 

Gegen 20.50 Uhr wurde eine Fußstreife der Polizei in der Ruedorfferstraße von einem 20-Jährigen angesprochen, da er gerade von einem anderen Mann ins Gesicht geschlagen wurde. Der Täter war noch vor Ort, der 24-Jährige aus Schechen war betrunken und konnte keine erklärbaren Angaben machen, warum er den anderen Festbesucher ins Gesicht schlug. Da er sich weigerte zu gehen, aggressiv und völlig uneinsichtig war, wurde er in Gewahrsam genommen. Wenig später erschien die 22-jährige Freundin bei der PI Rosenheim und verlangte sofort, ihren Freund zu sprechen sowie dessen „Herausgabe“. Über die Türsprechanlage der Dienststelle beleidigte sie die Beamten, da ihrer Forderung nicht nachgekommen wurde. Durch die Kamera zeigte sie am Schluss noch den Mittelfinger und entfernte sich schimpfend von der Dienststelle.

 

Gegen 21.30 Uhr teilte der private Sicherheitsdienst mit, dass in der Stollstraße ein Mann gegen Bushalteschilder, Fahrräder und Verkehrszeichen tritt. Der 17-jährige Rosenheimer konnte von der Polizei angetroffen werden. Er war stark betrunken und er sollte zur Dienststelle verbracht werden, damit er seinen Eltern übergeben werden hätte können. Beim Verbringen in das Dienstfahrzeug leistete der junge Mann plötzlich Widerstand, er griff die Beamten körperlich an, sperrte sich gegen die Maßnahme und versuchte zu flüchten. Mit einer Schimpftirade konnte in das Dienst-Fahrzeug verbracht werden. Seine Aggressionen und Gewaltbereitschaft steigerten sich weiter und der Polizei blieb nur noch die Maßnahme, dass er in Gewahrsam genommen wurde. Später beruhigte er sich und konnte  wieder entlassen werden, seine Eltern wurden verständigt.

 

Zur Einsatzdokumentation wurden sämtliche Vorgänge durch die Polizei mittels BodyCam aufgezeichnet.

 

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