Bad Aibling: Das Siegen im Kopf

Cyrielle Recoura ist neu bei der Deutschen Basketball Akademie dabei

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Bad Aibling – Ein Herz für Bad Aibling? Cyrielle Recoura hat es definitiv bei sich entdeckt. Denn nachdem die 29-jährige Französin genauso überraschend vom Saisonaus der Aiblinger Bundesligabasketballerinnen getroffen wurde wie ihre Teamkolleginnen, wäre es für sie der leichteste Schritt gewesen, einfach wieder zurück in ihre Heimat zu gehen. Doch genau das wollte die Basketballerin nicht. Stattdessen checkte sie die Optionen, die sich ihr hier in der Region boten und entschied sich schließlich dafür, gemeinsam mit ihren früheren Teamgefährtinnen Lena Bradaric und Lindsay Sherbert am weiteren Aufbau der Deutschen Basketball Akademie (DBA) mitzuarbeiten.

Seit wenigen Tagen ist Cyrielle Teil eines engagierten Teams, das sich um die Förderung des Basketball-Nachwuchses kümmert und jungen Sportlern eine spannende Alternative bieten kann. Die quirlige Spielerin ist bei der DBA vor allem für das Training an Grundschulen, die Organisation von Schulprojekten und DBA Nachwuchscamps zuständig. Auf gut bayrisch heißt das offiziell: „Director of Recruiting & Camps” …

Dass die Französin weiterhin ihren Lebensmittelpunkt in der Region Bad Aibling hat, liegt an mehreren Faktoren. Sie sagt: „Ich habe einfach noch keine Lust zu gehen, denn ich habe mir hier ein Leben aufgebaut, kann neben meinen Basketball-Aktivitäten auch meine Kunst weiter voran treiben.” Cyrielle Recoura ist parallel zu ihrer Karriere als Sportlerin auch leidenschaftliche Malerin und hatte schon mehrere Ausstellungen – die nächste wird im April im Rosenheimer Café Dinzler am Esbaum sein.

Cyrielle hat bereits wichtige Erfahrungen mit Sport AGs an Grundschulen sammeln können, da sie bereits seit letztem Jahr den Nachwuchs in Heufeld und Bruckmühl trainiert. Das ist für sie kein unbekanntes Terrain, denn schon in Frankreich war sie mit viel Begeisterung Trainerin für Kinder. Sprachprobleme gibt es da übrigens nicht, seit ihrer Ankunft in der Region vor zweieinhalb Jahren büffelt die ehrgeizige Französin fleißig Deutsch mit hörbarem Erfolg: Obwohl sie die Sprache nicht in der Schule hatte, spricht sie inzwischen fast fließend Deutsch. Das gehört zu ihrem Selbstverständnis. „Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Land zu wohnen und nicht zu verstehen, was die Leute da sprechen”, sagt sie.

Kein Wunder, dass sie sich ziemlich schnell hier integrieren konnte und auch bei den Firegirls durch ihre Offenheit und ihren Teamgeist zu einer Führungsspielerin wurde. Was sie jetzt optimistisch stimmt, dass auch die Einbindung in das DBA-Team gut klappt, ist die Tatsache, dass sie mit Lena Bradaric und Lindsay Sherbert mehr verbindet als nur das Dasein in derselben Basketballmannschaft. „Wir drei waren immer diejenigen, die jedes Spiel unbedingt gewinnen wollten, egal wie stark der Gegner war”, verrät sie. „Deshalb denke ich, dass es optimal zusammen passt, wenn wir dieses Denken auch bei der DBA weiterhin gemeinsam pflegen.”

 

 

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