Was reißen in Schweinfurt?

Rosenheim – Auf ihn müssen sie weiterhin leider verzichten: Talent Mike Neumeier ist noch immer verletzt. Nach der bitteren 0:2-Heimniederlage vom letzten Spieltag gegen den SV Heimstetten geht’s für die Kasparetti-Elf vom TSV 1860 Rosenheim im Kampf um den Regionalliga-Klassenerhalt nun zur Spitzenmannschaft nach Schweinfurt! Anpfiff ist am kommenden Samstag um 14 Uhr. Das Team von Trainer Timo Wenzel konnte die beiden Auftaktpartien nach der Winterpause jeweils mit 1:0 für sich entscheiden.

Dem Sieg gegen die Zweitvertretung des FC Augsburg folgte am letzten Wochenende ein weiterer Dreier beim TSV Buchbach. Damit belegen nun die „Schnüdel“ mit 41 Zählern auf der Habenseite aktuell den dritten Tabellenplatz.

Nachdem die Unterfranken mittlerweile zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München II vorweisen und die Chancen auf den angestrebten Aufstieg in die 3. Liga damit gleich Null gehen, haben sich die Gastgeber Platz Zwei als großes Ziel gesetzt. Dadurch hätten die Mannen um Kapitän Stefan Kleineheismann noch die Möglichkeit am DFB-Pokal teilzunehmen.

Dieses Unterfangen ist jedoch nicht ganz ohne, da derzeit noch sieben Punkte Differenz zum VfB Eichstätt, der im Augenblick den Rang des Vizemeisters einnimmt, bestehen. Deshalb benötigt die Heimelf jeden Zähler, möglichst natürlich deren drei um den Rückstand weiter zu reduzieren.

„Schweinfurt wird sicherlich alles in die Waagschale werfen, um am Ende noch den zweiten Tabellenplatz erreichen zu können. Sie werden hochmotiviert ins Spiel gehen, das macht es für uns definitiv nicht einfacher“, so der Gästetrainer Thomas Kasparetti. Dennoch werden Matze Heiß und Co. alles versuchen, bei der ambitionierten Profimannschaft was zu reißen.

Dass die Emilo-Elf mit dem großen Favoriten durchaus mithalten und ihm ggf. sogar ein Bein stellen kann, konnten die Rothosen bereits beim 2:2 Unentschieden aus der Hinrunde unter Beweis stellen. Zudem tut sich das Team aus der Innstadt gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel anscheinend etwas leichter, hier konnte man immer wieder für Überraschungen sorgen. Dem bisherigen Höhepunkt in dieser Statistik stellte sicherlich der 3:2 Heimsieg gegen den bis dato ungeschlagenen FC Bayern München dar.

Diese Fakten allein schon sollten dem Gast aus Rosenheim durchaus Mut zusprechen, um auch beim schier übermächtigen Gegner aus Unterfranken bestehen zu können.

Dem ist sich auch der Coach der Oberbayern bewusst: „Wir können für spielstarke Teams ein äußerst unangenehmer Kontrahent sein, das hat sich im bisherigen Saisonverlauf schon des Öfteren gezeigt. Natürlich waren meine Männer nach der 0:2 Schlappe vom letzten Wochenende zunächst ein wenig niedergeschlagen.

Aber der Blick ist schon wieder nach vorne gerichtet, die Mannschaft hat in den Trainingseinheiten unter der Woche sehr fokussiert und intensiv gearbeitet. Wir sind überzeugt, dass wir auch beim auf dem Papier haushohen Favoriten aus Schweinfurt eine gute Visitenkarte abgeben können und durchaus in der Lage sind, auch dort ein positives Resultat einzufahren. Wir glauben natürlich weiterhin an uns, die Mannschaft lebt“.

Dabei mitwirken kann auch wieder der zuletzt erkrankte Philipp Maier, ebenso wie Yanick Tobias, der seine Verletzung vollkommen auskuriert hat. Fehlen werden neben den beiden Langzeitverletzten Adel Merdan und Bruno Goncalves jedoch sicher Danij Majdancevic (5. Gelbe) und weiterhin Mike Neumeier, der noch immer Schmerzen im Sprunggelenk verspürt und deshalb nochmal gründlich medizinisch durchgecheckt wird. Auch ist Pius Krätschmer wegen muskulärer Probleme fraglich.

Foto: TSV Rosenheim