„Frauenrechte sind Demokratieanzeiger”

Maria Noichl, MdEP, zu Gast bei den SPD Frauen Rosenheim

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Rosenheim – Die Spitzenkandidatin zur Europawahl der BayernSPD, die Rosenheimer Europaabgeordnete Maria Noichl, referierte am vergangenen Freitag im voll besetzten Café Arche in Rosenheim zum Thema: „Europa der Frauen? Europa den Frauen.” In ihren leidenschaftlichen Ausführungen zu Europa und zur im Mai stattfindenden Europawahl, forderte sie die zahlreichen Teilnehmenden auf, Parteien zu wählen, die Frauenrechte stützten.

Foto: Elisabeth Jordan, Bezirks- und Stadträtin; Maria Noichl, MdEP; Susanne Kieslinger, SPD Frauen Rosenheim Stadt; Britta Promann Vorsitzende SPD Frauen Rosenheim Stadt (v.l.)

In Europa mache sich eine rückwärtsgewandte Politik breit, die sich in Ungarn mit massiven Menschenrechtsverletzungen zeige. Dafür hätte Ungarn zu Recht die Rote Karte erhalten.  „Frauenrechte können nur in Demokratien wachsen. Wir alle können mit unserer Stimme einen verbindenden Politikstil, der Kompromisse sucht, wählen. Die Vielzahl der Themen kann man nur europäisch bearbeiten.“, betonte Noichl.

Weiterhin führte sie aus, dass die SPD Frauen nicht nachgeben würden, bis echte Parität in den Parlamenten herrsche. Auch die nach wie vor bestehende Lohnungerechtigkeit machte die Europapolitikerin zum Thema. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa stehe Deutschland schlecht da. Auch hier werde die Sozialdemokratie weiter dran bleiben, um die Ungerechtigkeiten zu beheben. „Solange die Arbeit von Frauen nicht die gleiche Wertschätzung wie die von Männern erfährt, ist die tatsächliche Gleichstellung nicht erreicht! Der 18. März als Equal Pay Day ist uns immer noch Mahnung und Forderung zugleich“, sagte Noichl.

„Gewalt gegen Frauen ist die größte Menschenrechtsverletzung weltweit. Wir dürfen nicht nachlassen, Frauen besser vor Gewalt zu schützen“, empörte sich die Europaabgeordnete.

Die Rosenheimer SPD-Vorsitzende Elisabeth Jordan forderte, dass ein Unterstützungssystem für von Gewalt betroffenen Frauen längst überfällig sei. „Leider wurde von der neuen bayerischen Sozialministerin ein bereits ausgearbeitetes Konzept nicht übernommen“, zeigte sich Jordan enttäuscht.

„Beim Thema Prostitution muss die SPD ihre Position zum Prostitutionsschutzgesetz  nachbessern“, forderte Noichl vehement. Sie betonte, es müsse so sein wie beispielsweise in Frankreich oder Schweden, wo die Freier bestraft würden.

Abschließend erinnerte Noichl eindringlich an das große Friedensprojekt Europäische Union, das es bei dieser Wahl im Mai zu verteidigen gelte. „Wir Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen stehen für Zusammenhalt und Solidarität und für ein soziales Europa,“ meinte Noichl abschließend.

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