Landkreis: Bessere Straßen braucht das Land

Straßenbau- und Straßensanierungsprojekten in 2020 - auch bei Willing und Ostermünchen wird gebaut

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Landkreis – Der Rosenheimer Kreisausschuss hat sich in seiner heutigen Sitzung verschiedene Straßenbauprojekte gebilligt, die im kommenden Jahr verwirklicht werden sollen. Neben Sanierungsmaßnahmen waren dies der Bau eines Geh- und Radweges in der Gemeinde Raubling sowie der Umbau einer Kreuzung zu einem Kreisverkehr in der Gemeinde Eiselfing.

Die Kreisstraßen RO 36 und RO 37 kreuzen sich in der Ortsmitte von Eiselfing. Nach den Plänen eines Rosenheimer Ingenieurbüros soll statt der Kreuzung ein Minikreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 22 Meter einschließlich einer überfahrbaren Kreisinsel von 10 Meter errichtet werden. Hinzu kommt ein Fahrbahnteiler in der südlichen Zufahrt, damit Fußgänger die Fahrbahn sicher überqueren können. Die Baukosten belaufen sich auf voraussichtlich 400.000 Euro, hinzukommen noch Baunebenkosten von etwa 60.000 Euro. Da die Maßnahme förderfähig ist, hofft der Landkreis auf einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro.

 

Neben dem starken Pkw- und Lkw-Verkehr stellt das Abbiegen an der Kreuzung ein Problem dar. Teilweise benötigen Lkw die gesamte Fahrbahnbreite, was entgegenkommende Fahrzeuge zwingt, rechtzeitig stehen zu bleiben. Zudem müssen in den Hauptverkehrszeiten Schulkinder und Anwohner die Kreisstraße RO 37 queren, was aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Daher wird die geplante Straßenbaumaßnahme sowohl von der Polizei als auch von der Unteren Straßenverkehrsbehörde im Rosenheimer Landratsamt befürwortet.

 

In der Gemeinde Raubling soll eine etwa 300 Meter umfassende Lücke zwischen bereits bestehenden Geh- und Radwegen geschlossen werden. Der Grunderwerb für die geplante Trasse entlang der Kreisstraße RO 25 zwischen dem Kapellenweg und der Bahnhofsstraße wurde durch die Gemeinde Raubling bereits durchgeführt. Auch in diesem Fall können die Baukosten von etwa 430.000 Euro staatlich gefördert werden. Der Landkreis Rosenheim erhofft sich Zuwendungen in Höhe von 50 Prozent.

 

Darüber hinaus will der Landkreis Rosenheim auch 2020 wieder 1,5 Millionen Euro in das Kreisstraßennetz investieren mit dem Ziel, den Bestand zu erhalten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die beiden größten geplanten Maßnahmen sind in Tuntenhausen ein 1,8 Kilometer langer Abschnitt der Kreisstraße RO 45 zwischen Ostermünchen und Lampferding sowie 3,6 Kilometer der Kreisstraße RO 24 zwischen Willing in Bad Aibling und Dettendorf in Bad Feilnbach. Die genannten Straßenabschnitte weisen Risse, Verdrückungen und beschädigte Randbereiche auf.

 

Alle gebilligten Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt, dass der Rosenheimer Kreistag das benötigte Geld im Haushalt des Landkreises für das Jahr 2020 zur Verfügung stellt. Die Tiefbauverwaltung im Rosenheimer Landratsamt ist zuständig für 360 Kilometer Kreisstraßen, 130 Ingenieurbauwerke sowie etwa 1.000 Kilometer Geh- und Radwege.

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