Wir verlosen Karten für Subway To Sally

Kultband aus Potsdam rockt am kommenden Freitag im Backstage München

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München –  Viele Fans haben lange darauf warten müssen, jetzt ist es wieder soweit: nach fünf Jahren Schaffenspause kehren Subway To Sally mit ihrem neuen Studioalbum „HEY!“ zurück. Und dazu gibt’s auch sehr zeitnah eine große Deutschlandtour. Am kommenden Freitag, den 5. April machen die Potsdamer Station im Münchener Backstage. Diese Rückkehr muss gefeiert werden – wir verlosen deshalb für dieses Konzert Karten. Alle Infos dazu am Ende des Textes.

Subway To Sally setzen mit ihrem neuen Album „Hey!”  ein Fanal der Zeitenwende. Und das im doppelten Sinne: zum einen markiert die Rückkehr der Band nach geschlagenen fünf Jahren den Anbruch einer neuen Schaffensphase. Zum anderen spiegeln die Songs den Zustand unserer ins Wanken geratenen Welt zwischen Konsumterror („Messias“) und Fanatismus, Wachstumsprognosen und Untergangsszenarien („Bis die Welt auseinanderbricht“) so bissig und direkt wieder, wie es seit „Engelskrieger“ nicht mehr der Fall war – allerdings mit verändertem Fokus.

War der Meilenstein aus dem Jahre 2003 eine düstere Abrechnung mit Missständen und ein Versuch, sich in Grenzsituationen hineinzuversetzen, so ist „HEY!“ ein Weckruf an alle verschlafenen Zeitgenossen, endlich aktiv zu werden, aber auch eine Aufforderung zum Tanz: Subway To Sally feiern das Leben – im Angesicht der Apokalypse.

Fingerzeig statt Zeigefinger
Selten saß der Schalk den Potsdamern so deutlich sichtbar im Nacken, wie auf „HEY!“. Grinsend führt er die Musiker zu ihren Wurzeln und jubelt ihnen Zitate aus der eigenen Jugend unter. Unverhofft kann man den „Iron Man“ von Black Sabbath durch einen Song geistern hören. Verblüfft stellt man fest, dass der Shuffle von Gary Glitters „Rock’n’Roll“ zum Fundament für „Imperator Rex Graecorum“ wird. Nicht nur in dieser frechen Verschmelzung von Seventies Glam und Carmina Burana klingt das Mittelalter an. Auch in anderen Stücken sind die historischen Texturen präsenter als zuletzt. Doch Drehleier, Geige und Laute laden nicht zum romantisierten Eskapismus. Sie sind das Echo einer vergangenen Zeit, in der das Weltende greifbar schien und schlagen die Brücke ins Heute.

„Island“, der nordische Sehnsuchtsort, wird zum Sinnbild für ignorante Realitätsflucht. Das von Chris Harms (Lord Of The Lost) ins Mikro gekeifte „Wander doch nach Island aus!“ ist ein bissiges Statement gegenüber jenen, die sich in archaische Parallelwelten zurückziehen, statt den Herausforderungen unserer Zeit die Stirn zu bieten und
anzupacken, damit nicht alles in Scherben geht. Der erhobene Zeigefinger verbleibt im Arsenal der Moralapostel. Der Fingerzeig aber ist unmissverständlich. Das gilt auch für „Selbstbetrug“ – ein lautstarker Denkanstoß, der das strahlende Selbstbild vermeintlich ewiger Sieger ins Wanken bringt. Oomph!-Sänger Dero rundet den verblüffenden
Crossover zwischen Nackenbrecher und verführerischer, historisch inspirierter Melodik perfekt ab.

Jetzt und hier
Subway To Sally sind keine Nostalgiker. Für Momente sprechen sie aber immer wieder Empfindungen an, die den Alltagstrott aufbrechen und Raum zum Durchatmen schaffen. Das Gegenstück bildet ein sattes Gitarrenbrett, das den Hörer wachrüttelt und packt. Die 1990 gegründete Band steht breitbeinig im Hier und Jetzt. Das hält sie nicht davon ab, mit „Am tiefen See“ eine gänsehauterregende Fortsetzung zu „Die Rose im Wasser“ abzuliefern, deren Emotionalität durch den Gastgesang von Syrah (QNTAL, Estampie) auf die Spitze getrieben wird. Es ist die einzige Ballade auf einem Album, das laut und leidenschaftlich alle Facetten vereint, die Subway To Sally ausmachen: ausladende Arrangements, große Melodien, massive Riffs, verspielte Folk-Einwürfe und – seit „Mitgift“ – ausgefuchste Elektronik.

Foto: © Alexander Schlesier

Hier gibt’s eine Hörprobe des neuen Stoffs:

 

Verlosung:

Für das Konzert voin Subway To Sally am Freitag, den 5. April, im Backstage München (Beginn: 20 Uhr) verlosen wir zweimal zwei Tickets. Einfach bis zum Donnerstag um 12 Uhr eine Mail mit dem Stichwort „Rückkehrer” an info@aib-stimme.de

Bitte Namen angeben, da wir die Gewinner auf die Gästeliste an der Abendkasse setzen

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