Feldkirchen-Westerham: Im jüdischen Gemeindezentrum

SPD Ortsverein war auf „Guten Wegen“ in München

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Feldkirchen-Westerham – Die „Guten Wege“ der beliebten Wander- und Ausflugsreihe des SPD Ortsvereins – führten diesmal in das Jüdische Gemeindezentrum München und Oberbayern und die Ohel-Jakob-Synagoge. Sandro Kotte, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Organisator der Reihe „Gute Wege“ konnte viele interessierte Bürgerinnen und Bürger aus unserer Gemeinde begrüßen, die alle für diesen „Ausflug in eine andere Kultur“ aber auch in die jüngere deutsche Geschichte auf ihren Sonntagsspaziergang verzichtet haben.

Gemeinsam fuhr man umweltbewusst ab Aying mit der S-Bahn nach München. Dort erwartete die Geschäftsführerin des Jüdischen Zentrums und Mitglied im SPD-Ortsvereins Brigitte Meier die Gäste. Nach Registrierung und der leider notwendigen Eingangskontrolle (vergleichbar mit Flughafenkontrolle) konnten die Besucher sich an den „koscheren“ Comics von Ben Gershon „Jewy Louis auf Rollen“ erfreuen und einen ersten heiteren Eindruck von jüdischer Kultur und Leben gewinnen. Ins Gemeindezentrum integriert sind auch Kindergarten und Schulen bis zum Gymnasium. Und das ist gut so. Man spürt Leben bevor man im Verbindungstunnel zur Synagoge, dem „Gang der Erinnerung“, mit den dunkelsten Stunden deutscher Geschichte konfrontiert wird. Hinterleuchtete Glasplatten bilden die Namen von über 4.500 Münchner Juden ab, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden.

In der architektonisch beeindruckenden Synagoge erfuhr die Reisegruppe viel über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in München, Ablauf und Rituale im jüdischen Gottesdienst, die Bräuche und Traditionen des jüdischen Glaubens, sowie das Leben und den Wochenplan in einer orthodoxen jüdischen Familie. Für Männer eher ungewohnt ist das Tragen einer Kopfbedeckung im Gotteshaus.

Anschließend gab es im Restaurant Einstein koscheres Essen. Vorab bekamen die Teilnehmer noch ausführlich erklärt, was darunter zu verstehen ist.

 

 

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