Mangfalltal: Flagge zeigen für die Heimatkultur

Programm für das Jubiläumsjahr des Maxlrainer Kultursommers vorgestellt

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Maxlrain/Mangfalltal – Wir leben in einer Region, in der viele Traditionen am Leben erhalten und gepflegt werden. Eine davon ist zweifellos das kulturelle Programm des Maxlrainer Kultursommers. Heuer geht die beliebte Veranstaltungsreihe schon ins zwanzigste Jahr und ist auch heute noch wie damals ihrem Motto verpflichtet: Fordern, Fördern, Präsentieren. Was das genau bedeutet, erläuterte MdL a.D. Sepp Ranner, der Vorsitzende des Kulturfördervereins Mangfalltal in Maxlrain e.V.

Foto: Die Organisatoren und Ausführenden des Maxlrainer Kultursommers – Anna Töller, Andreas Hellfritsch, Theresa Englhart, James Barnes, Gertrud Vogl, Resi Englhart, Hannes Rott, Sepp Ranner, Werner Meier, Margit Sarholz, Marinus Meidinger, Lutz Ellermeyer (v.l.)

„In einer Zeit, in der die Bindungskraft der christlichen Kirchen nachlässt, in der das Internet und soziale Medien Stimmungsmache betreiben und in denen Politiker wie erdogan einen Kulturkampf entfachen wollen, gehen wir den entgegengesetzten Weg und bekennen uns zu unserer Kultur vor Ort”, sagte Ranner bei der Vorstellung des Programms der Saison 2019. „Wir haben Verantwortung für die Heimatkultur übernommen.”

Das bedeutet in der Praxis: Der Maxlrainer Kultursommer präsentiert fast ausschließlich heimische Talente aus dem Mangfalltal. Ranner: „Davon haben wir mehr als genug.” Die Besucher können sich in der Zeit vom 4. Mai bis zum 17. November davon selbst überzeugen – in 14 Veranstaltungen der unterschiedlichsten Stilrichtungen erleben die Zuhörer die kulturelle Vielfalt unserer Region.

Hannes Rott, der künstlerische Leiter, stellte die einzelnen Programmpunkte vor, die vom Jazzfrühschoppen im Gasthof Stahuber bis zur Schloss-Serenade in Vagen, dem romantischen Liederabend im Schloss Maxhofen und dem „Baltasound” mit Martin Kälberer und Fanny Kammerlander reichen. Dazwischen gibt es noch genügend Platz für Programmpunkte wie das beliebte Morgentanzl, das Wirtshaussingen am Kirta-Dienstag oder einen Nachmittag mit Kinderliedern bei einem Sternschnuppe-Familienkonzert im Gmoa Hof Willing.

Neben Rott und Ranner stellte Kirchenmusikdirektor Andreas Hellfritsch das Konzert mit der Feuerwerksmusik und dem Gloria vor, das am 26. Mai zu hören sein wird, James Barnes, der Leiter der Oper Schloss Maxlrain, kündigte die Produktion von Mozarts „Cosi fan Tutte” im Jubiläumsjahr an. Anna Töller führt am 27. Oktober dann mit dem jungen Vokalensemble des Joseph-Haas-Chores, mit dem jungen Orchester Cantabile und einem Solistenquartett Beethovens C-Dur-Messe auf. Margit Sarholz und Werner Maier gaben den anwesenden Gästen bei der Programmvorstellung dann gleich mit dem Stück „Zwoa Brotbrösl” eine Kostprobe davon, was das Sternschnuppe-Konzert den Eltern und Kindern zu bieten hat – kindgerechte, witzige bayerische Kinderlieder.

Marinus Weidinger von der Band „Funky Reflection” machte mit seiner Beschreibung der Band  und des Konzerts am 23. Juni gleich Lust darauf, sich schon einmal Tickets für den Jazz-Frühschoppen zu besorgen.

Doch nicht nur die vielfältigen Programmpunkte machen den besonderen Reiz des Maxlrainer Kultursommers aus. Hier schwingt bei jeder Veranstaltung, bei jedem Wortbeitag und bei jedem Konzert die Liebe zur echten, unverfälschten Kultur mit. „Wir versuchen mit Hingabe allen Kulturtreibenden im Mangfalltal beizustehen und den Ansprüchen von Künstlern und Besuchern gerecht zu werden”, versuchte sich Hannes Rott an einem Resümee. Und Sepp Ranner fügte hinzu: „Wir sind hier wie eine Familie – und das überträgt sich auf beide Seiten. Auf Künstler und auf die Zuschauer.”

Start des Maxlrainer Kultursommers ist am Samstag, den 4. Mai, mit dem Trio Sweet Bird. Die drei „Nachtigallen vom Mangfalltal” (Hannes Rott) locken unter dem Motto „Sich üben im Lieben” zu einem Barockkonzert mit Arien und Kantaten von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Philipp Telemann in die Kolbermoorer Pfarrkirche Wiederkunft Christi. Beginn ist um 20 Uhr 

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